Die Verratenen

Band 1: »Die Verratenen«.

»Die Verratenen« ist der erste Band einer Trilogie.

Autor: Ursula Poznanski

Klappentext:

Vertraue niemandem.
Denn jemand will deinen Tod.
Es könnte jeder sein.

Eine Welt, die perfekt und gerecht erscheint.
Sechs Studenten, die dachten, sie kennen die Wahrheit.
Doch plötzlich sind sie auf der Flucht,
verraten, verfolgt und dem Schicksal ausgeliefert.

Der Auftakt zu einer
packenden Thriller-Trilogie,
vielschichtig und raffiniert.

www.loewe-verlag.de

„Sie ist beliebt, privilegiert und talentiert. Sie ist Teil eines Systems, das sie schützt und versorgt. Und sie hat eine glänzende Zukunft vor sich – Rias Leben könnte nicht besser sein. Doch dann wendet sich das Blatt: Mit einem Mal sieht sich Ria einer ihr feindlich gesinnten Welt gegenüber und muss ums Überleben kämpfen. Es beginnt ein Versteckspiel und eine atemlose Flucht durch eine karge, verwaiste Landschaft. Verzweifelt sucht Ria nach einer Erklärung, warum ihre Existenz plötzlich in Trümmern liegt. Doch sie kann niemandem mehr vertrauen, sie ist ganz auf sich allein gestellt.

»Die Verratenen« ist der erste Band einer Trilogie.

Auszeichnungen und Nominierungen:

  • Kollektion zum Österreichischen Kinder-und Jugendbuchpreis 2013.
  • Nominierung für den Buchliebling 2013.
  • Nominierung für die Segeberger Feder 2013.

Mehr Infos zu Buch und Autorin unter: www.Ursula-Poznanski.de

Die Bestsellerautorin Ursula Poznanski, auch bekannt durch ihre Thriller für Erwachsene: »Fünf« und »Blinde Vögel«, erschienen beim Wunderlich Verlag, legt mit diesem Jugendbuch-Thriller den ersten Band der Verratenen-Trilogie vor.“

Hauptpersonen:

  1. Eleira (Ria): Sie ist der Hauptcharakter des Buches. Ihr Name ist zusammengesetzt aus Elenore von Aquitanien und Ariadne, Tochter des kretischen Königs Minos. Ihr Hauptbereich an der Akademie ist Rhetorik.
  2. Aureljo: Er ist der beste Freund von Ria. In der Reihung auf Nummer 1. Sein Name kommt vom römischen Kaiser Marc Aurel. Sein Hauptbereich ist Taktik.

Eine Leseprobe:

»“Wir haben es mit einer Verschwörung zu tun.“ Wieder die raspelnde Stimme des Unbekannten. „Der Präsident nimmt den Fall sehr ernst. Er will, dass es schnell erledigt wird.“

„Wie ich Ihnen vorhin schon gesagt habe, ist das Unsinn!“, braust Gorgias auf. „An meiner Akademie gibt es keine Verschwörung, hier studiert die Elite des gesamten zentraleuropäischen Sphärenbundes. Der Präsident selbst hat diese Schule absolviert!“

Das Wort hat sich sofort in mir festgehakt. Verschwörung. Im ersten Moment will alles in mir Gorgias zustimmen – niemand hier würde sich gegen den Sphärenbund wenden. Im Gegenteil, wir fiebern alle dem Tag entgegen, an dem wir endlich das einsetzen können, was wir an der Akademie gelernt haben. Wir wollen die bewohnbare Welt vergrößern, verbessern, verstärken. Nicht zerstören.

Andererseits … ich kenne auch nicht jeden Einzelnen hier. Für die breite Masse kann ich meine Hand nicht ins Feuer legen. „Das wäre ein Skandal“, murmelt Morus. „Unvorstellbar, Sie müssen sich irren-„

„Es ist völlig nebensächlich, was Sie für vorstellbar halten und was nicht“, zischt der Unbekannte. „Wir haben es mit einem Plan zu tun, der den gesamten Bund zerstören könnte. Was wir erfahren haben, übersteigt die Befürchtungen der Regierung bei Weitem.“

„Aber … das … “ Gorgias stammelt nur noch.

Ich kann ihn verstehen, meine eigene Kehle ist trocken und wie zugedrückt, etwas ganz weit hinten könnte zu einem Hustenreiz werden. Doch das darf nicht passieren, ich muss hören, worin genau die Gefahr besteht, die uns droht.

Gorgias scheint sich wieder gefasst zu haben. Als er nun spricht, klingt seine Stimme lauter und viel energischer. „Das ist unmöglich. Alle meine Studenten sind dem Sphärenbund treu ergeben. Sie absolvieren regelmäßig psychologische Tests, wir stellen sie bei Auswärtsmissionen auf die Probe, wir wissen, worüber sie sich unterhalten und was sie bewegt. Eine Verschwörung wäre von uns enttarnt worden, bevor sie dem Präsidenten zu Ohren hätte kommen können.“

Etwas an Gorgias‘ Verteidigungsrede irritiert mich. Ich brauche einen Augenblick, bis ich es zu fassen bekomme. Wir wissen, worüber sie sich unterhalten. Tatsächlich? Woher?

Das werde ich nachher mit Aureljo besprechen, unter vier Augen – hoffe ich wenigstens -, doch jetzt beansprucht das gedämpfte Lachen des Unbekannten meine ganze Aufmerksamkeit.

„Ich zweifle nicht daran, dass Sie gut informiert sind. Aber unsere Quellen sind doch ein wenig vielfältiger. Der Verdacht, den ich angesprochen habe, besteht schon längere Zeit. Nun hat er sich bestätigt.“

Eine Pause entsteht, in der ich mein Herz klopfen hören kann. Wenn der Fremde recht hat und es Verräter an der Akademie gibt, kenne ich sie wahrscheinlich. Zumindest vom Sehen, vom Einanderzunicken auf den Gängen. Oder wir haben in der Mensa gemeinsam angestanden.

Vor meinem geistigen Auge sehe ich Graukos missbilligendes Gesicht. Ich arbeite seit meinem ersten Tag an der Akademie daran, Lügen zu erkennen, Lügner zu identifizieren, die Absichten anderer zu durchschauen. Wenn es eine Verschwörung gibt, hätte ich davon etwas mitbekommen müssen, sonst waren alle meine Lektionen umsonst.

„Ein Verdacht“, höre ich Morus sagen, „ist die eine Sache. Beweise sind eine andere. Ich vermute, Sie haben Beweise?“

Der Fremde schweigt. Ich sehe ihn nicht, ich kenne ihn nicht, trotzdem bin ich davon überzeugt, dass es keine Verlegenheit ist, die ihm die Sprache verschlägt. Nein, er setzt eine Pause, in der er Morus vermutlich mustert, von oben bis unten. Nach einigen Sekunden kommt die Antwort, eisig.

„Selbstverständlich. Sind Sie sich der Bedeutung von Jordans Chronik bewusst?“ …« (S. 48ff)

Pressestimmen:

  • www.media-spider.com, 06/2014: „…“
  • Eselsohr: „Mit »Die Verratenen« ist Ursula Poznanski ein überzeugender Auftakt ihrer ersten Trilogie gelungen.“
  • Brigitte: „Lesen, wenn’s draußen schneit, und nicht mehr aufstehen!“
  • Bücher: „Originelle Science-Fiction und fesselnde Dystopie.“
  • Münchner Merkur: „Auch mit ihrem neuen Buch erfüllt die Autorin hohe Erwartungen.“
  • Westdeutsche Zeitung: „Ein raffinierter Thriller, der nachdenklich stimmt.“
  • Kölner Stadt-Anzeiger: „Ein flüssig geschriebener und ungemein fesselnder Roman mit überzeugend dargestellten Hauptpersonen. Vor allem aber baut die Autorin meisterlich einen Spannungsbogen auf, der den Leser von Anfang bis Ende in seinen Bann zieht.“
  • wienerzeitung.at: „Mit einer stetigen Steigerung der Spannung und immer tieferen Verstrickungen, die den Leser einfach nicht mehr loslassen.“

Eigene Meinung / Beurteilung des Buches:

Der Science-Fiction Roman »Die Verratenen« von Ursula Poznanski ist der erste Teil einer Trilogie und handelt von einer Welt in der Zukunft. Es gibt zwei rivalisierende Bevölkerungsgruppen, Prims und Sphärenbewohner. Die Prims leben in den Ruinen heutiger Häuser, während die Sphärenbewohner in hochtechnisierten Glaskuppeln abgeschirmt von der Außenwelt und den Prims leben. Ria, Aureljo und vier weitere Studenten sind Sphärenbewohner mit allen Vorzügen. Doch dies ändert sich schlagartig, als sie auf einer Todesliste stehen. Auf dem Weg zum Präsidenten werden sie von Exekutoren überfallen aber sie entkommen knapp und gelangen zu dem Clan der Schwarzdornen.

Das Buch ist eine Dystopie, eine Erzählung, die in der Zukunft spielt und oft einen negativen Ausgang hat. Dafür spricht zum einen, dass Ria und ihre Freunde unter einer diktatorischen Herrschaftsform leben und dass es eine soziale Schichtung gibt (Sphärenbewohner-Prims). Deshalb liegt es nahe, dass die Autorin mit diesem Buch auch auf bedenkliche Veränderungen heutiger Gegebenheiten unserer modernen Welt hinweisen will.

Beispiele dafür sind:

  • der fortschreitende Klimawandel
  • die Entwicklung hin zum Überwachungsstaat
  • der Platz- und Wassermangel
  • die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich

Besonders gelungen in diesem Roman ist die von der Autorin dargestellte Welt, die aus heutiger Sicht für uns Leser gut vorstellbar ist als Zustand unserer Welt in 100 Jahren. Das Geschehen und die Handlung sind teilweise nicht so gut gelungen, da in der Buchmitte Einzelheiten ziemlich ausgewalzt und langatmig erzählt werden. Doch der größte Teil ist, auch wenn er detailliert erzählt wird, doch nicht langweilig, da der Leser sich durch diese detaillierte Erzählung eine bessere Vorstellung vom Leben bei den Prims und den Sphären machen kann. Die Spannung lässt zwar in der Buchmitte leicht nach, aber im Großen und Ganzen ist das Buch sehr spannend.

Fazit:

Das Buch ist insgesamt sehr fesselnd geschrieben und sowohl für Jugendliche als auch für interessierte Erwachsene zum Lesen geeignet.

___

Verlag: Loewe Verlag; Auflage: 1 (9. Oktober 2012).
Lesealter: ab 14 – 17 Jahre.
Seitenanzahl: 464 Seiten.
Bindung: Gebundene Ausgabe.
ISBN-10: 3-785-57546-7.
ISBN-13: 9-783785-57546-8.
Preis: EUR 18,95.

Weitere Bücher der Autorin „Ursula Poznanski“:

  • Saeculum, Loewe, Bindlach 2011, ISBN 978-3-7855-7028-9
  • Erebos, Loewe, Bindlach 2011, ISBN 978-3-7855-7361-7
  • Die Verschworenen, Loewe, Bindlach 2013, ISBN 9-783785-57547-5


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