Eine Woche voller Samstage

Autor: Paul Maar

Der ängstliche Herr Taschenbier fürchtet sich vor seiner Zimmerwirtin Frau Rotkohl und vor seinem Chef und überhaupt vor allen Leuten, die befehlen und streng sind. Als ihm eines Samstages ein Sams – ein freches, ja beinahe respektloses Wesen, das sich von niemandem einschüchtern lässt – über den Weg läuft und beschließt bei ihm zu bleiben, wird aus Herr Taschenbier ein selbstbewusster Mensch.

Die Hauptpersonen:

Sams: Ein freches, beinahe respektloses Wesen, das sich von niemandem einschüchtern lässt und blaue Wunschpunkte im Gesicht hat.
Herr Taschenbier: Ein ängstlicher und braver Mensch, der am Ende des Buches ein selbstbewussterer Mensch wird.
Frau Rotkohl: Die strenge Zimmerwirtin von Herr Taschenbier, die immer schimpft.

Eine Leseprobe:

»Kopfschüttelnd blieb Herr Taschenbier eine Weile stehen. Schließlich drehte er sich um und ging zurück zu Frau Rotkohls Haus. Einige Schritte vor der Haustür blieb er wieder stehen.

„Sind wir schon da?“, fragte das Sams und setzte sich auf.

„Gut, dass du aufgewacht bist“, sagte Herr Taschenbier. „Ich habe es mir überlegt, ich kann dich nicht mit hineinnehmen. Es ist unmöglich. Wenn dich Frau Rotkohl erwischt, wirft sie uns beide hinaus.“

„Ach, die alte Rosenkohl“, sagte das Sams und streckte die Zunge heraus. „Der sagst du einfach, das Kind von deiner Schwester sei zu Besuch gekommen.“ „Die merkt doch, dass du kein Kind bist“, widersprach Herr Taschenbier. „Du hast ja nicht einmal Kleider an.“

„Musst du mir halt welche kaufen“, entschied das Sams.

Herr Taschenbier sah auf die Uhr. „Bis wir in die Stadt kommen, haben die Läden geschlossen. Und morgen ist Sonntag!“

„Musst du mir halt am Montag welche kaufen“, stellte das Sams fest. „Und bis dahin musst du mich verstecken!“

„Wie soll ich dich denn verstecken?“, fragte Herr Taschenbier ratlos.«


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