Erebos

Autor: Ursula Poznanski

Klappentext: „In einer Londoner Schule wird ein Computerspiel herumgereicht – Erebos. Als Raubkopie geht es von Hand zu Hand und wer es spielt, kommt nicht mehr davon los. Dabei sind die Spielregeln äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance, Erebos zu spielen. Er darf mit niemandem darüber reden und muss immer allein spielen. Und – wer gegen die Spielregeln verstößt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und kann das Spiel Erebos auch nicht mehr starten. Merkwürdig ist aber, dass die Aufgaben, die Erebos stellt, nicht in der Welt von Erebos, sondern in der Wirklichkeit ausgeführt werden müssen. Die Fiktion des Spiels und die Realität verschwimmen auf irritierende Weise. Auch Nick ist süchtig nach Erebos, bis das Spiel ihm befiehlt, einen Menschen umzubringen. Natürlich führt er diesen Auftrag nicht aus und wird prompt vom Spiel ausgeschlossen. Als auch noch sein bester Freund Jamie schwer verunglückt, begreift Nick: Erebos ist weitaus mehr als nur ein harmloses Computerspiel!“

Hauptpersonen:

  1. Nick: spielt das Computerspiel Erebos und ist danach süchtig.
  2. Colin: Nicks Freund.

Ort: ….
Zeit: 21. Jahrhundert.

Eine Leseprobe:

„Endlich wieder Wochenende. Und endlich eine Einladung von Victor. Sie alle würden bei ihm übernachten, in seinem Studio, wie er es nannte. »Spielen, quatschen, Tee trinken«, sagte er am Telefon. »Du musst unbedingt kommen. Ich habe ein paar tolle Sachen rausgefunden!«
»Gut, dass du wieder unter Leute gehst«, sagte Mum, als er ihr von seinen Plänen erzählte. »In letzter Zeit bist du ja kaum vom Schreibtisch weggekommen.«
Mit Schlafsack, Isomatte und einem enormen Vorrat Knabberzeug machte Nick sich auf den Weg. Er musste einen befremdlichen Anblick abgeben. An jeder Kreuzung, jeder Ecke sah er sich mehrmals um, ob ihm auch wirklich niemand folgte, und fuhr wieder unglaubliche Umwege mit der U-Bahn, um eventuelle unsichtbare Verfolger abzuschütteln.
»Willkommen, Freund!« Victor öffnete ihm die Tür und nahm ihm seine Sachen ab. »Ich hatte so lange schon keine Pyjamaparty mehr! Ich hoffe, du sagst Ja zu Tee und Hallo zu Emily!«
Emily saß am gleichen Platz wie beim letzten Mal. Als Nick eintrat, blickte sie kurz hoch, deutete entschuldigend auf ihr Notebook und widmete sich wieder dem Spiel. Hinter ihr an der Wand lehnte ein roter Campingrucksack. Würde sie auch über Nacht bleiben?
Auf den quietschbunten Sofas im Zimmer nebenan lümmelten bereits Speedy und ein Mädchen, dessen Haare pechschwarz gefärbt und an einer Kopfseite abrasiert waren.
»Kate«, stellte Speedy sie vor. »Meine Braut.«
»Freut mich.«
Kate lächelte und entblößte dabei strassverzierte Schneidezähne.
»Wird Zeit für dich, Speedy«, sagte Victor. »Und du weißt ja, nicht den Champion raushängen lassen.«
»Bin doch nicht doof«, brummte Speedy und zog ab. Er setzte sich an einen anderen Computer als beim letzten Mal.
»Das muss so sein«, erklärte Victor, der wohl Nicks Blick bemerkt hatte. »Das Erste, was das Programm garantiert checkt, ist die IP-Adresse. Wenn es die kennt, lässt es dich nicht mal das klitzekleinste Tannenbäumchen der Eröffnungssequenz sehen.«
Da hatte Nick mit seiner Idee, Finns Notebook zu leihen, gar nicht so falsch gelegen. »Wie lief deine Graffiti-Aktion?«
»Oh. Gut, wenn man so will.« Victor stellte für Nick eine Tasse auf den Tisch, die die Form eines Kraken hatte, der freundlicherweise zwei seiner Fangarme zu einem Henkel verschränkte.
»Ich habe den Zettel gefunden, bin zu der Adresse gefahren, habe gesprayt und wurde nicht erwischt.«
Victor räumte ein paar Computerzeitschriften aus dem Weg und zog ein Foto hervor: eine Hausmauer, auf der »Wer unsere Träume stiehlt, gibt uns den Tod« stand, in gekonnten schwarzblauen Buchstaben.
»Ist ein Zitat von Konfuzius«, erklärte Victor. »Derjenige, der Erebos programmiert hat, steht sehr auf Zitate.«
Nick musste irritiert dreingesehen haben, denn Victor schmunzelte. »Freunde dich mit dem Gedanken an, dass Erebos sich nicht selbst erfunden hat. Da gibt es jemanden, der einen Quelltext geschrieben hat, wie bei jedem Programm. Nur dass dieses hier der Champion unter den Programmen ist. Ein unfassbar tolles Ding.« …“

Auszeichnungen:

  • Deutscher Jugendliteraturpreis 2011 (Jugendjury)
  • Ulmer Unke 2010
  • Buch des Monats März 2010 (Jubu-Crew Göttingen)
  • Goldene Leslie 2011
  • Goldener Bücherwurm 2011
  • Preis der Moerser Jugendbuchjury 2011

Pressestimmen:

  • Brigitte: „Ein fesselnder Jugendroman über die Gefahren virtueller Welten, der es Lesern unmöglich macht, auszusteigen.“
  • hörBücher: „Wie Nick dem Spiel verfallen auch wir schnell diesem famosen Hörerlebnis.“
  • NAUTILUS: „»Erebos« ist derzeit eines der besten Hörbücher, die es auf dem Markt gibt, sowohl von der Handlung her als auch von der Ausführung.“

Eigene Meinung / Beurteilung des Buches:

Fazit:

Weitere Bücher / Thriller der Autorin „Ursula Poznanski“:

Steht auf der Bücherliste 2011 vom JULIUS-CLUB.

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Verlag: Loewe Verlag; Auflage: 1 (6. Juni 2011).
Lesealter: ab 12 Jahre.
Seitenanzahl: 485 Seiten.
Bindung: Broschierte Ausgabe.
ISBN-10: 3-785-57361-8.
ISBN-13: 9-783785-57361-7.
Preis: EUR 9,95.


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