Jungs auf Skype

Victor und Jens skypen – zwei Freunde fürs Leben!

Autorin: Bärbel Körzdörfer
Übersetzer: ./.
Illustrator: ./.

Klappentext: „Victor ist der Sohn eines reichen Industriellen. Er lebt in einer weißen Villa an der Hamburger Alster. Sein Traum: Eines Tages als Fotograf um die Welt fliegen! Aber sein strenger Vater verachtet diesen Traum und schickt ihn fort – auf ein Internat nach Bayern! Victor flieht nach Berlin. Jens ist der Sohn eines arbeitslosen Tischlers. Er lebt in einem Hochhaus der Hansestadt. Er kämpft gegen Armut. Und hat Angst vor der ersten Liebe.“

Hauptpersonen:

  1. Victor: (14 Jahre), der Industriellensohn, spielt am liebsten Hockey und hat super Manieren. Seine Markenzeichen sind knallige Klamotten auf denen nichts draufsteht.
  2. Jens: (13 Jahre), der Tischlersohn, sein Hobby ist Fußballspielen. Er ist der Beste der Klasse – Notendurchschnitt 1,6 – und sein Markenzeichen ist ein grüner Bergsteigerrucksack von seiner Oma.

Ort: Chatroom / Skype1).
Zeit: 21. Jahrhundert.

Prolog:

Victor: 5 durchgeknallte träume, 3 min zeit. die uhr läuft.
1. eine nacht in der computerabteilung bei Saturn eingeschlossen sein
2. einen tag apple chef sein – ich würde allen imacs, ipods, iphones & ipads schenken
3. schwestern, die man wegbeamen kann
4. ne festplatte im gehirn, auf die ich einfach alles downloaden kann. nie mehr lernen!
5. neuestes forschungsergebnis: gummibärchen, magnum, cola und schokolade sind gesund

Jens:
1. mit meinem vater die welt umsegeln
2. jack-pot von schlag den raab gewinnen
3. zu guttenberg verschrottet alle atomraketen
4. nen geschirrspüler, der sich selber ausräumt
5. ich seh aus wie zac efron, bin cool wie til schweiger & witzig wie mario barth

Victor: deine listen sich echt abgedreht … voll logisch: erst gewinnst du 3,5 mio und dann machst du dir gedanken, wer die scheiß spülmaschine ausräumt! holzkopf!

Eine Leseprobe:

»Victor: irgendwie benimmt sich meine mutter ziemlich seltsam *stirnrunzel* sie hat sich irgendwie verändert. ich weiß nicht, warum. mal ist sie total nett zu mit. sie umarmt mich. küsst mich, als wäre ich erst fünf. und ein paar min später redet sie nicht mehr mit mir. oder schreit mich an wegen nix. neulich ist sie zwei tage lang gar nicht aufgestanden. meine schwester leidet am meisten unter ihren launen, sie weint nachts manchmal heimlich. du kennst sie ja, nach außen der coole typ, aber eigentlich ist sie echt noch ganz schön klein.
Jens: komisch – und du hast kA2), was da los ist?
Victor: nich so richtig. aber ich glaub, mein vater hat ne freundin. bin mir nich sicher, aber ich hab ihn neulich in der stadt mit so ner tussi gesehen. weißt schon mindestens 15 jahre jünger und so … wie berlusconi kam mir mein vater vor – echt ekelhaft! sie standen an einer dieser seht-her-ich-bin-cool-bars rum. tranken sekt. ich hab gesehen, wie er ihr an den hintern gegrapscht hat. bäh! der hat angst vor der gruft und will’s noch mal wissen. und ich wette meine mutter weiß das, die ist echt fertig. und er macht vor uns auf know home, luck alone
Jens: tut mir leid, mann. da kann man wohl nix machen … oder, warte mal, ich hab ne idee. wir könnten deinen vater in eine falle locken …
Victor: falle?
Jens: weißt du wie die tussi heißt? wo sie wohnt?
Victor: klar nich, aber ich könnte es rauskriegen. Ich weiß, dass sie in der bäckerei neben seinem büro arbeitet. wir könnten sie fragen. nee, blöde idee … vielleicht hat sie fotos von mir auf papas schreibtisch gesehen und erkennt mich
Jens: aber mich kennt sie nicht. ich wird ihr einfach sagen, dass sie von nivea zur hübschesten bäckerin hamburgs gewählt worden ist und sie allen nivea-kram gewonnen hat. und dass man ihr das jetzt zuschicken will …
Victor: jens, du bist zu jung. das kauft sie dir nicht ab … außerdem: nivea? damit lockst du keine bäckerin hinterm tresen vor *vogel zeig*
Jens: hey, wer hat den job in der apotheke gekriegt, weil man ihm die 16 abgekauft hat? ich! also, quatsch mit zu jung. lass mich mal machen …
Victor: und dann? was machen wir, wenn wir namen und adresse haben?«

____

1) „Skype (englische Aussprache [ska?p]) ist eine kostenlose VoIP-Software des Unternehmens Microsoft mit Instant-Messaging-Funktion, Dateiübertragung und Videotelefonie, die ein proprietäres Protokoll verwendet. Sie ermöglicht das kostenlose Telefonieren zwischen Skype-Kunden via Internet sowie das gebührenpflichtige Telefonieren ins Festnetz und zu Mobiltelefonen (SkypeOut).“
Quelle: wikipedia.org – Skype

2) kA = keine Ahnung.

Eigene Meinung / Fazit:

Ich finde, dass das Buch sehr humorvoll geschrieben ist. Es ist ein Mix aus schrägen Gedanken und schnellen Sprüchen.

Beurteilung des Buches:

  1. humorvoll.
  2. spannend.
  3. witzig.

Steht auf der Bücherliste 2012 vom JULIUS-CLUB.

Lesealter: ab 14 – 16 Jahre.
Verlag: Bastei Lübbe (Baumhaus); Auflage: 3 (6. Dezember 2011).
Seitenanzahl: 176 Seiten.
Bindung: gebundene Ausgabe.
ISBN-10: 3-833-93653-3.
ISBN-13: 9-783833-936531.
Preis: EUR 9,99.


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