33 Tage

Der letzte Sommer des alten Europa.

Ein Erster-Weltkrieg-Roman.

Autor: Marko Rostek

Klappentext:

»So plötzlich wie der erste folgt der zweite Schuss …«

Leopold Berchtold in Wien, Theobald von Bethmann Hollweg in Berlin, Sergei Sasonow in St-Petersburg und Oskar Potiorek in Belgrad stehen nach der Ermordung von Franz Ferdinand und Sophie vor der größten Herausforderung ihrer Karrieren. Denn im Strudel der Ereignisse des Sommers 1914 gilt es, nationale Interessen durchzusetzen, Bündnispartner zufriedenzustellen und unter Druck die eigene Position zu sichern.

Ein Politthriller, in dessen Verlauf sich Europa mit rhetorischen Säbelrasseln, Ultimaten, Aufmarschplänen und hektischer diplomatischer Aktivität immer schneller auf den Ersten Weltkrieg zubewegt.“

Zitat von der Innenseite des Schutzumschlags:

„Am 28. Juni 1914 sterben der Thronfolger der österreichisch-ungarischen Monarchie, Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich-Este, und seine Gattin bei einem Attentat. In den 33 Tagen danach fallen jene verhängnisvollen Entscheidungen, die zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges führen.

Marko Rostek erzählt die Julikrise 1914 Tag für Tag und aus dem Blickwinkel der wichtigsten Entscheidungsträger. In einem Panoptikum der Ereignisse werden Strategien und (Fehl-)Entscheidungen auf österreichisch-ungarischer ebenso wie auf deutscher, russischer, französischer und englischer Seite erkennbar.

Die Geschichte dieses letzten Sommers im Frieden ist Spannung pur. Staunend und kopfschüttelnd erlebt der Leser, wie Europa sehenden Auges in den Untergang marschiert.“

Presseinformation des Verlags:

„In den Tagen nach dem Attentat von Sarajevo am 28. Juni 1914 fallen jene verhängnisvollen Entscheidungen, die zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs führen. Tagesgenau und detailliert erzählt Marko Rostek in seinem Politthriller die Stationen der Julikrise 1914 – aus deutscher, englischer, französischer und russischer Perspektive. Hautnah begleitet der Leser die maßgeblichen Akteure auf ihrem Weg in den Krieg.

Die Geschichte dieses letzten Sommers im Frieden ist Spannung pur! Staunend und kopfschüttelnd erlebt der Leser, wie Europa im Juli 1914 sehenden Auges in den Untergang marschiert.“

»33 Tage« / Neuer Roman zum Ersten Weltkrieg bei Styria premium.

„»Serbien muss sterbien« – Tag für Tag und chronologisch schildert Marko Rostek die fatalen Entscheidungen im Sommer 1914. Spannend und historisch fundiert zeigt der gebürtige Grazer, welche konkreten Gespräche und Ereignisse den Weg in den Krieg ebneten. Genau 33 Tage liegen zwischen dem verheerenden Attentat von Sarajevo am 28. Juni 1914 und dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Detailliert erzählt Marko Rostek die Stationen der sogenannten »Julikrise« 1914 und beleuchtet in seiner packenden Zusammenschau der Ereignisse sowohl die österreichisch-ungarischen als auch die deutschen, englischen, französischen und russischen Positionen und Entscheidungen. Hautnah begleitet der Leser die maßgeblichen Akteure auf ihrem Weg in den Krieg. Die Geschichte dieses letzten Sommers im Frieden ist Spannung pur! Staunend und kopfschüttelnd erlebt der Leser, wie Europa im Juli 1914 sehenden Auges in den Untergang marschiert …

Historisch fundierte Hochspannung von der ersten bis zur letzten Seite bzw. vom ersten bis zum letzten, 33. Tag! …“

Eine Leseprobe:

»Freitag, 24. Juli …

Wenn er die Dinge richtig anpackt, könnte er die sich dadurch ergebende Chance nutzen und die großserbische Einheit verwirklichen. Damit wäre seine Macht im Lande für lange Zeit gesichert! Mit diesem Gedanken holt sich Pašić seine gewohnte Zuversicht und Selbstsicherheit zurück und ist bereit, den Kampf gegen Österreich-Ungarn ein zweites Mal aufzunehmen. Aber diesmal will er als Sieger aus dem Ring gehen, dafür wird er alles aufs Spiel setzen.

Seine Strategie hat er sich schon am frühen Morgen zurechtgelegt: Bis zum Eintreffen der Unterstützungszusage aus St. Petersburg würde er auf die schon bisher immer wieder erfolgreich eingesetzte Verteidigungstaktik des „armen kleinen Nachbarn, der von der übermächtigen Nachbarmonarchie ausradiert werden soll“ zurückgreifen. Seine Mitarbeiter haben ihm im Ministerium sofort die österreichische Note vorgelegt und erläutert. Danach hat er sich in sein Büro zurückgezogen und für das Studium des österreichischen Papiers völlige Ruhe angeordnet. Wie befürchtet, sind in den Punkten V und VI jene Forderungen vorzufinden, die eine Mittäterschaft Serbiens nachweisen sollen. „Wenn das durchgeht, bin ich am Ende!“ und „Berchtold macht diesmal Ernst!“ sind seine ersten Reaktionen gewesen. Es hat einige Zeit gedauert, bis er sich wieder so weit gefangen hat, um zu seiner Erfolg versprechenden Strategie zurückzukehren. Es bleibt ihm auch nichts anderes übrig, denn schließlich erfordern der Tonfall und der Charakter der Note wirksames und rasches Handeln. Danach hat er die Türen geöffnet, seine Entscheidungen, Anweisungen und Aufgaben bekannt gegeben und damit das wilde, hektische Treiben ausgelöst, das ihn nach wie vor in Atem hält.

Für zehn Uhr hat er einen Ministerrat einberufen und die Mitarbeiter seines Stabes angewiesen, an alle europäischen Mächte, insbesondere Russland, Italien und England, Telegramme mit Hilfs- und Unterstützungsansuchen zu versenden. Ununterbrochen stürzen nun Mitarbeiter ins Büro und fragen nach neuen Aufgaben oder bringen Meldungen aus dem Telegraphenbureau. Seit neun Uhr treffen auch die ersten Minister ein und versammeln sich, anweisungsgemäß, in einem Nebenraum von Pašić Büro, wo man sie über die österreichische Note in Kenntnis setzt und ihnen einen Zwischenstand der bisherigen Meldungen vermittelt.

Einen ruhigeren Moment in der allgemeinen Hektik ausnutzend, geht Pašić, der sich vorgenommen hat, die Minister noch vor dem offiziellen Ministerrat zu instruieren, zu ihnen in den Nebenraum. „Meine Herren, darf ich um ihre Aufmerksamkeit bitten!“ Pašić schließt bei diesen Worten die Tür und bleibt unmittelbar davor stehen. Alle Blicke richten sich auf ihn. „In 30 Minuten ist ein Ministerrat mit, wie Sie sich denken können, nur einem einzigem Tagesordnungspunkt anberaumt. Sie kennen mich nun schon seit vielen Jahren und ich bin kein Mann der vielen Worte, aber am Vorabend eines Krieges mit Österreich müssen wir uns den Tatsachen stellen.“ Pašić macht eine Pause, um sich von der ungeteilten Aufmerksamkeit seiner Zuhörer zu überzeugen. Dann fährt er fort, indem er die Note den Ministern vor das Gesicht hält: „Dieses Ultimatum zu akzeptieren ist politischer Selbstmord! Darauf werde ich nicht eingehen. Damit werden meine gesamte politische Laufbahn und das Ansehen Serbiens ruiniert!“ …« (Seite 170 f.)

Pressestimmen:

  • www.media-spider.com, 04/2014: „Ein wirklich gelungener Roman, der dem Leser die verzwickte diplomatische Situation vor dem Ersten Weltkrieg anschaulich näher bringt.“

Eigene Meinung / Beurteilung des Buches:

In seinem Buch »33 Tage – Der letzte Sommer des alten Europa« beschreibt Marko Rostek den unheilvollen Weg in eine der größten internationalen Katastrophe in der Weltgeschichte – dem Ersten Weltkrieg. Der Leser erfährt hautnah wie Politiker, Botschafter und Diplomaten letztendlich vergeblich versuchen, das Ansehen und die Interessen ihrer Länder und Bündnispartnern zu bewahren und die bestehenden Bündnissysteme zu ihrem persönlichen Vorteil zu Nutzen. An jedem einzelnen dieser 33 Tage, seit dem verheerenden Attentat in Sarajevo bis zur Generalmobilmachung und Kriegserklärung Deutschlands an Russland am 01.08.1914, erhält der Leser einen tiefen Einblick in die Charaktere, Stärken und Schwächen sowie die persönlichen Empfindlichkeiten und Umstände dieser Männer. Hochspannend berichtet der Autor anhand seines zum Thema »Ersten Weltkrieg« akribisch recherchierten Datenmaterials wie auf Seiten Österreich-Ungarns, Deutschlands, Russlands, Frankreichs und Englands die Summe der gefassten Entschlüsse und getroffenen Entscheidungen ihre Völker in den Ausbruch des Ersten Weltkrieges manövrieren und wie zum ersten Mal in der Geschichte die Zivilbevölkerung total in den Kriegführung einbezogen und mobilisiert wurde.

Fazit:

Der Autor gewährt dem Leser einen detaillierten Einblick in die internationale Diplomatie mit ihren taktischen Scharmützeln und Intrigen, wobei er auch gleichzeitig die Ohnmacht der einzelnen Entscheidungsträger, den Ausbruch des Ersten Weltkriegs zu verhindern, aufzeigt.

Buchcover:

33 Tage - Der letzte Sommer des alten Europa von Marko Rostek ist erschienen im Styria Premium Verlag

33 Tage - Der letzte Sommer des alten Europa von Marko Rostek ist erschienen im Styria Premium Verlag

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Verlag: Styria Premium Verlag; 1. Auflage (27. Januar 2014).
Seitenanzahl: 400 Seiten.
Bindung: Gebundene Ausgabe.
ISBN-10: 3-222-13442-1.
ISBN-13: 9-783222-13442-5.
Preis: EUR 22,99.

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