CETERVM CENSEO

Ein spannender historischer Roman mit phantastischen Elementen

Autor: Bertel O. Steen

Klappentext:

„Zwischen dem Alten Rom und dem Jahr 2010: Zwei Männer tragen über die Jahrhunderte einen alten Konflikt aus, der sie über eine Vielzahl an Leben aneinander bindet. Auf welche Weise ist es ihnen gelungen, den Tod zu überwinden und vermeintlich ewig zu leben? Wie wurden sie unsterblich?

2. Jahrhundert vor Christus: Ein der Nachwelt nicht weiter bekannter Schriftsteller aus Karthago namens Mago verfasst ein Werk über die Landwirtschaft. Es ist das einzige Buch, das die Römer nach der Vernichtung Karthagos im 3. Punischen Krieg1) retten und durch eine Übersetzung ins Lateinische weiter bestehen lassen.

150 v. Chr.: Marcus Porcius Cato beschließt wieder einmal eine seiner Reden im Senat mit den berühmten Worten »Ceterum censeo Carthaginem esse delendam«. Er möchte einen ganzen Staat vernichtet sehen – und mit ihm seinen Führer Hasdrubal.

Über 2000 Jahre später: Der tunesische Präsident Zine el-Abidine Ben Ali treibt durch seine bürokratischen Schikanen den jungen Gemüsehändler Mohamed Bouazizi in den Selbstmord. Kurz darauf stürzt er und sein Land erfährt grundlegende Umwälzungen. Was haben Cato, Hasdrubal, Bouazizi und Ben Ali gemeinsam? Was ist das Geheimnis, das diese Personen miteinander verbindet? Und: Wie hängt das alles mit dem Buch des Mago zusammen?“

Presseinformation des Verlags:

Spannender historischer Roman mit phantastischen Elementen /
Ceterum Censeo – neu im Koĩos-Verlag

„»Ceterum Censeo« erzählt die Geschichte mächtiger Politiker und ihrer Gegner. Über zweitausend Jahre trennen die Lebens- und Herrschergeschichten des römischen Senators Marcus Porcius Cato von dem tunesischen Präsidenten Zine el-Abidine Ben Ali. Beide sind mächtig, beide haben große Gegner, beide treffen Entscheidungen, deren Konsequenzen schwer auf dem Volk und auf dem Einzelnen lasten …

Doch wie genau hängen Porcius Cato und Ben Ali zusammen? Und welche Rolle spielt dabei das sagenumwobene Buch des Mago, ein Buch über die landwirtschaftlichen Verhältnisse im alten Rom, das bis heute nur fragmentarisch überliefert ist? Ist es das Buch, das ihnen hilft, den Tod zu überwinden und vermeintlich ewig zu leben? Mit »Ceterum Censeo« zeigt Autor Bertel O. Stehen, wie eng Geschichte und Gegenwart miteinander verknüpft sind, indem er sich in die tiefe Verwobenheit der Menschheitsgeschichte begibt. Episodenhaft wechseln Erzähler und Perspektive und es entsteht ein Kaleidoskop an historischen Ereignissen und Fiktion, das auf einen spannenden Höhepunkt zusteuert.“

Kapitelübersicht:

  1. Incognito (alias Priscus), Mare Nostrum, 181 v. Chr.
  2. Mago, Karthago, im 2. Jahrhundert v. Chr.
  3. Mohamed Bouazizi, Sidi Bouzid, 17. Dezember 2010
  4. Marcus Porcius Cato, Tusculum, 204 v. Chr.
  5. Ben Ali, Tunis, 28. Dezember 2010
  6. Hasdrubal und Cato, Karthago, 149. v. Chr.
  7. Hasdrubal (Hannibal) und Cato, Tusculum und Karthago, 149. v. Chr.,
    und Cannae, 216 v. Chr.
  8. Marcus Porcius Cato, Rom, 150 v. Chr., und Baliddir, Karthago, 146 v. Chr.
  9. Mohamed Bouazizi, Tunis, 4 Januar 2011, und Ben Ali, Tunis, 14./15. Januar 2011
  10. Mago und Priscus, Kathago, 181 v. Chr.
  11. Mohamed Bouazizi, Sidi Bouzid und Tunis, 14. – 16. Dezember 2012
  12. Ben Ali, Tunis, 20. Juni 2011

Eine Leseprobe:

KAPITEL 1:

Incognito (alias Priscus),
Mare Nostrum, 181 v. Chr.

»Cum dubia et fragilis sit nobis vita tributa,
in morte alterius spem tu tibi ponere noli.«
Cato, Disticha 1,19

„Das Schiff krängte immer wieder nach backbord. Obwohl das Wetter nicht so schlecht war, wurde die römische Bireme stets aufs Neue von kräftigen Wellenbewegungen zur Seite gedrückt. Mehrmals schon hatte der Passagier, der incognito mitreiste, den kleinen Mann, der gerade an der Reling stand und seinen Blick über die bewegte Wasserfläche gleiten ließ, angesprochen und gefragt, ob der nicht bei der Ladung etwas falsch gemacht, die Lasten ungleichmäßig verteilt habe. Der Beneficarius trirarchi, die rechte Hand des Schiffskommandanten, der sich nicht oft an Deck sehen ließ, hatte beim ersten Mal noch höflich geantwortet, je häufiger der Reisegast aber seine Frage wiederholte, desto brummiger wurde der Offizier. Er bemühte sich sehr, nicht unhöflich zu werden, von zu hohem Rang war der Gast, den er auf seinem Schiff hatte mitnehmen müssen, aber man konnte ihm ansehen, dass es ihn viel Überwindung kostete, der Landratte nicht an den Hals zu springen und ins Gesicht zu brüllen, sie solle sich nicht in Dinge einmischen, von denen sie nichts verstünde. Schließlich fuhr er schon seit mehr als fünfzehn Jahren zur See.

Hätte der Beneficarius auch nur ein wenig mehr Ahnung gehabt, wen er da auf seinem Schiff transportierte, er hätte sich gehütet, dem Mann Unkenntnis zu unterstellen. Nicht sonderlich groß von Gestalt, aber auch nicht schmächtig, das Haar schon stark von Grau durchsetzt und, wenn man auf den Hinterkopf blickte, deutlich auf dem Weg, schütter zu werden, stand der Mann neben dem Seefahrer. Seine Nase war knollig und der Nasenrücken klassisch gekrümmt, das Kinn kräftig und nicht unauffällig. Für viele war er eine gefürchtete Persönlichkeit, die schon manche Existenz vernichtet hatte in ihrem gnadenlosen Bestreben nach politischer Moral. Anständigkeit im Imperium Romanum und sein unantastbarer Zusammenhalt waren ihm die Hauptaufgabe seines Lebens. Und seit drei Jahren war er in der Position, diese Ziele besonders effektiv verfolgen zu können.

Bereits im Alter von 17 Jahren war der inzwischen respektvoll mit dem Beinamen Censorius versehene Mann in die Armee eingetreten. Er hatte die Schlachtfelder erlebt, das Bluten und Töten gesehen und selbst getan, doch nie hatte er Freude an dem Kriegshandwerk empfunden, stets war es ihm nur ein übles Mittel zum Zweck gewesen. Und genauso betrachtete er die Dinge auch heute noch. Schließlich war er aus dem Dienst ausgeschieden, um sich intensiver seiner politischen Karriere widmen zu können. Doch seine Nähe zu den Militärs hatte er nie verloren. …“

Pressestimmen:

  • www.media-spider.com, 10/2014: „Der Autor läßt in seinem historischen Roman »CETERVM CENSEO« Geschichte lebendig werden. Absolut lesenswert!“

Eigene Meinung / Beurteilung des Buches:

Der Wunsch ewig zu leben ist uralt, denn Menschen zu allen Zeiten haben ihn gehegt. Auch heute beschäftigen die Themen »ewiges Leben« und »Unsterblichkeit« Menschen aller Arten mit den unterschiedlichsten Intentionen – insbesondere menschliche Herrscher, spirituelle Lehrer und Schriftsteller, aber auch Staatsmänner und Wissenschaftler unterschiedlichster Richtungen.

Der Autor Bertel O. Steen greift in seinem Buch »CETERVM CENSEO« das Thema »ewiges Leben«, das sich durch die zwölf Kapitel des Romans wie ein roter Faden zieht, auf. Geschickt bedient er sich dabei historischen Persönlichkeiten wie beispielsweise Hasdrubal (Hannibal), Marcus Porcius Cato und Zine el-Abidine Ben Ali und wechselt gekonnt die chronologischen Erzählstränge zwischen dem Zeitabschnitt von 216 v. Chr. bis 146 v. Chr. sowie dem vom 17.12.2010 bis 16.12.2012.

Fazit:

Ein wirklich gelungener Roman mit einem Thema, das für uns heute immer noch von Bedeutung ist, und der auf einem zeitgeschichtlichen Hintergrund basiert, der bis in unsere heutige Zeit hineinragt.

„Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss
(lat.: Ceterum censeo Carthaginem esse delendam).“

Cato Censorius, genannt Cato der Ältere (234 v. Chr.; † 149 v. Chr.),
ein römischer Staatsmann.

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1) Punische Kriege:
„Der Erste Punische Krieg wurde zwischen 264 und 241 v. Chr. hauptsächlich mit Seestreitkräften und auf Sizilien geführt.
Der Zweite Punische Krieg wurde zwischen 218 und 201 v. Chr. geführt und ist durch Hannibals Überquerung der Alpen bekannt geworden. Hier erlitten die Römer in der Schlacht von Cannae 216 ihre schwerste Niederlage überhaupt.
Der Dritte Punische Krieg fand zwischen 149 und 146 v. Chr. statt und endete mit der vollständigen Zerstörung Karthagos.“
Quelle: wikipedia.org – Punische Kriege

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Buchcover:

CETERVM CENSEO - von Bertel O. Steen ist erschienen im Koĩos-Verlag in der Gruppe Praesens VerlagsgesmbH

CETERVM CENSEO - von Bertel O. Steen ist erschienen im Koĩos-Verlag in der Gruppe Praesens VerlagsgesmbH

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Verlag: Koĩos-Verlag, 1. Auflage (10. Oktober 2014).
Seitenanzahl: 304 Seiten.
Bindung: Taschenbuch Ausgabe.
ISBN-10: 3-902-83703-9.
ISBN-13: 9-783902-83703-5.
Preis: EUR 9,50.

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