Der Glasmurmelsammler

Originaltitel: The Marble Collector

Autor: Cecelia Ahern
Übersetzer: Christine Strüh

Klappentext:

„Wie gut kennen wir die Menschen, die wir lieben? Der neue große Roman der einfühlsamen Erfolgsautorin Cecelia Ahern aus Irland. »Der Glasmurmelsammler« ist eine berührende Vater-Tochter-Geschichte, in der sich in kleinen Glaskugeln große Träume und Gefühle spiegeln.

Als Fergus einen Schlaganfall hat, vergisst er fast alles aus seinem Leben. Da findet seine Tochter Sabrina seine Glasmurmel-Sammlung, von der er ihr nie etwas erzählt hat. In der Sammlung fehlen die wertvollsten Stücke, und Sabrina macht sich auf die Suche nach ihnen. Es stellt sich heraus, dass Fergus noch viel mehr Geheimnisse hatte, und alle scheinen mit den schillernden Kugeln verbunden zu sein. Doch wenn ihr Vater nicht der Mann ist, für den sie ihn gehalten hat – was bedeutet das für Sabrinas eigenes Leben?

Die Geschichte eines Vaters, der Weg einer Tochter – der neue Bestseller von Cecelia Ahern, die weltweit Millionen von Leserinnen und Lesern begeistert.

Fergus wächst mit sechs Brüdern in schwierigen Verhältnissen in Dublin auf. Schon als Kind liebt er Glasmurmeln. Für ihn sind sie schillernde Schätze, die ihn sein ganzes Leben lang begleiten. Über Jahrzehnte baut er sich eine beeindruckende Sammlung auf, von der jedoch niemand etwas weiß. Als Fergus einen Schlaganfall hat, beginnt er zu vergessen.

Da findet seine Tochter seine Murmelsammlung. Sabrina ist überrascht, dass ihr oft harter, distanzierter Vater sich so für die bezaubernden kleinen Glaskugeln begeistert hat. Als sie feststellt, dass ausgerechnet die wertvollsten Stücke aus der Sammlung fehlen, macht sie sich auf die Suche danach – ohne zu ahnen, dass es ihr ganzes Leben verändern wird.“

Presseinformation des Verlags:

„…“

Eine Leseprobe:

Murmelspiele:
Verbündete

„»Fergus Boggs!«

In dem ganzen wütenden Wortschwall, mit dem Father Murphy mich überschüttet, verstehe ich nur diese beiden Wörter, denn das ist mein Name. Der Rest ist Irisch. Ich bin fünf Jahre alt und erst seit einem Monat in Irland, nach dem Tod meines Vaters bin ich mit meiner Mammy und meinen Brüdern hierhergezogen. Alles ist furchtbar schnell passiert. Erst ist Daddy gestorben, und gleich danach sind wir umgezogen. Zwar war ich schon ein paarmal in Irland, in den Sommerferien, wenn wir meine Grandma, meinen Granddad, meinen Onkel, meine Tante und meine Cousins und Cousinen besucht haben, aber jetzt ist es ganz anders hier. Sonst war immer Sommer, aber jetzt hat es seit unserer Ankunft jeden Tag geregnet, und alles ist mir fremd. Sogar die Eisdiele ist geschlossen und verrammelt – als hätte es sie nur in meiner Einbildung gegeben, und der Strand, an dem wir im Sommer fast jeden Tag waren, sieht ganz anders aus. Der Pommes-Wagen ist verschwunden, die Leute sind dunkel und dick eingepackt.

Father Murphy steht vor meinem Tisch, groß und grau und breit. Wenn er schreit, spritzt die Spucke aus seinem Mund, und ich spüre genau, wie sie mein Gesicht trifft, aber ich habe Angst, sie wegzuwischen, denn wer weiß, ob ihn das nicht noch wütender macht. Vorhin hab ich mich kurz umgeschaut, weil ich wissen wollte, wie die anderen Jungs reagieren, aber da hat Father Murphy mir sofort eine gelangt. Mit dem Handrücken, das tat echt weh. Er trägt nämlich einen Ring, einen richtig großen, und ich glaube, ich hab eine Schramme im Gesicht. Aber ich trau mich nicht, mit der Hand nachzufühlen, denn womöglich scheuert er mir dann gleich wieder eine. Auf einmal muss ich dringend aufs Klo. Klar, ich hab schon öfter Prügel bezogen, aber noch nie von einem Priester.

Er brüllt weiter irische Wörter, und offensichtlich ist er wütend, weil ich ihn nicht verstehe. Immer mal wieder schiebt er englische Wörter zwischen die irischen, beschimpft mich und sagt, ich müsste ihn längst verstehen. Aber ich krieg das einfach nicht hin. Zu Hause kann ich kein Irisch üben. Mammy ist immer noch traurig, und ich will ihr nicht damit auf die Nerven gehen. Am liebsten sitzt sie einfach nur da, und sie kuschelt auch gern. Das gefällt mir, und ich möchte das Kuscheln nicht mit Reden kaputtmachen. Außerdem weiß sie bestimmt auch nicht mehr viele irische Wörter. Sie ist vor langer Zeit von Irland nach Schottland gezogen, da hat sie bei einer Familie als Kinderfrau gearbeitet und Daddy kennengelernt. Meine Eltern haben nie irische Wörter benutzt.

Der Priester will, dass ich ihm die Wörter nachspreche, aber ich kann kaum atmen, und sie kommen nur ganz schwer aus meinem Mund. …“

Pressestimmen:

  • www.media-spider.com, 12/2015: „…“
  • lesering.de, Christoph Holowaty, 24.11.2015: „Mit dem berührenden Schicksalsroman umspannt die irische Erfolgsautorin mehrere Jahrzehnte einer Familiengeschichte.“

Eigene Meinung / Beurteilung des Buches:

Fazit:

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Buchcover:

Der Glasmurmelsammler - von Cecelia Ahern ist erschienen in der S. FISCHER Verlag GmbH

Der Glasmurmelsammler - von Cecelia Ahern ist erschienen in der S. FISCHER Verlag GmbH

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Verlag: S. Fischer Verlag; 1. Auflage (23. April 2015).
Seitenanzahl: 368 Seiten.
Bindung: Gebundene Ausgabe.
ISBN-10: 3-810-50152-2.
ISBN-13: 9-783810-50152-3.
Preis: EUR 19,99.


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