Von Zeit und Fluss

Originaltitel: Of Time and the River

Legende vom Hunger des Menschen in seiner Jugend

Autor: Thomas Wolfe
Übersetzer: Irma Wehrli
Nachwort: Thomas Wolfe

Klappentext:

Erste Neuübersetzung seit 75 Jahren!

„Ein amerikanisches Epos, das seinesgleichen sucht – eine hymnische Daseinsfeier und das faszinierende Bekenntnis einer überschwänglichen, allumspannenden Künstlerseele. Thomas Wolfes »Von Zeit und Fluss« ist ein Herzensbuch für alle Suchenden und Sehnenden, ob jung oder alt, eine Meditation über die Geschicke des Menschenlebens – über Bestand und Unbestand, Endlichkeit und Dauer.

Eugene, lebenshungrig und unerfahren, ist auf der Suche nach sich selbst, nach seinem Bestimmungsort in der Welt. In Harvard und im New York der Zwanzigerjahre sammelt er erste Erfahrungen, lernt zu lieben, zu erkennen, zu denken, sich von falschen Vorbildern loszusagen und sich dabei selbst treu zu bleiben. Bloß keine Erstarrung in Routinen – alles in seiner reifenden Seele ist noch im Werden, in permanenter Umgestaltung. Der Held macht sich auf nach Paris, doch auch an diesem Sehnsuchtsort lässt ihn sein abenteuerliches Herz keine Ruhe finden. Was Eugene antreibt und was er sich über alle Wechselfälle des Lebens hinweg erhält, ist der Hunger nach Erkenntnis und sinnlichem Genuss. So folgen aus seiner Selbstsuche philosophisch und spirituell höchst anregende Reflexionen über das menschliche Dasein – über Sein und Werden, Zeit und Fluss.“

Presseinformation des Verlags:

Thomas Wolfes Roman »Von Zeit und Fluss« in Neuübersetzung beim Manesse Verlag.

Hollywood-Produktion über Thomas Wolfe in Vorbereitung.

„Vielleicht ist es Ihnen aufgefallen: Anfang der Woche erschien in der Süddeutschen Zeitung eine hymnische Rezension der Neuübersetzung von Thomas Wolfes Roman »Von Zeit und Fluss«.

Meike Fessmann war voll des Lobes über den Roman und die Übersetzerin Irma Wehrli: »Was für eine Fülle, was für eine Kraft, was für ein Überschwang! Wie ein breiter Fluss zieht dieser Roman seine Bahn. Er sammelt Episoden und Ereignisse ein, lässt die Zeit fließen, ruhig, gelassen, stark, um sie dann ganz plötzlich zu stauen. Man gleitet dahin, surft wie auf riesigen Wellen, wird von einem irren Schwung mitgenommen, obwohl dieser Roman alles andere als gefällig ist. … Es ist famos, wie dieser in den Zwanzigerjahren spielende Roman nicht nur seine eigene Zeit erfasst, sondern schon die Vorzeichen kommenden Unheils erkennt. … Der Roman gleicht einem Ozeandampfer, mit dem man imaginär den Globus bereisen kann. Seine ›Sechstagewelt‹ versammelt alles, was das Menschenschicksal hergibt. Das kraftvolle Deutsch Irma Wehrlis fängt die einzigartige Stimmung dieses Epos kongenial ein. Ihm gebührt ein Ehrenplatz in der Bibliothek der Moderne – jederzeit von jenen Lesern zum Leben erweckbar, die ›mit der agilen Stille aller Dinge, die für die Bewegung gemacht sind‹, etwas anfangen können.«

Auf diesen Roman, …, möchten wir Sie heute noch einmal ganz besonders hinweisen, denn auch Hollywood ist inzwischen auf den Autor Thomas Wolfe aufmerksam geworden: Derzeit ist eine hochkarätige Filmproduktion in Vorbereitung. »Genius«, das Regiedebüt des Produzenten und Theatermachers Michael Grandage, handelt von der Männerfreundschaft des Schriftstellers Thomas Wolfe und seines Verlegers Max Perkins. Thomas Wolfe wird gespielt von Jude Law, der Max Perkins wird von Colin Firth dargestellt. Der Film basiert auf dem Buch »Max Perkins: Editor Of Genius« von A. Scott Berg.

Thomas Wolfe. Von Zeit und Fluss. Roman. Erschienen am 20. Oktober 2014 | Neuübersetzung!
Aus dem Amerikanischen übersetzt und umfassend kommentiert von Irma Wehrli. Nachwort von Michael Köhlmeier
1.200 Seiten / Leinen mit Schutzumschlag / € 39,95 [D] / € 41,10 [A] / CHF 53,90 / ISBN 978-3-7175-2326-0

»Von Zeit und Fluss« ist ein amerikanisches Epos, das seinesgleichen sucht, ein Herzensbuch für alle Suchenden und Sehnenden, eine Meditation über die Geschicke des Menschenlebens – über Bestand und Unbestand, Endlichkeit und Dauer.
Eugene, lebenshungrig und unerfahren, ist auf der Suche nach sich selbst, nach seinem Bestimmungsort in der Welt. In Harvard und im New York der Zwanzigerjahre sammelt er erste Erfahrungen, lernt zu lieben, zu erkennen, zu denken, sich von falschen Vorbildern loszusagen und sich dabei selbst treu zu bleiben. Der Held macht sich auf nach Paris, doch auch an diesem Sehnsuchtsort lässt ihn sein abenteuerliches Herz keine Ruhe finden. Was Eugene antreibt und was er sich über alle Wechselfälle des Lebens hinweg erhält, ist der Hunger nach Erkenntnis und sinnlichem Genuss. So folgen aus seiner Selbstsuche philosophisch und spirituell höchst anregende Reflexionen über das menschliche Dasein – über Sein und Werden, Zeit und Fluss. …“

»Wieder so ein amerikanischer Gigant, der einem die Brust schwellen lässt – vor Bewunderung und Neid!« Michael Köhlmeier

Eine Leseprobe:

»Kriton, mein lieber Freund Kriton, dies ist es, glaube mir,
was ich zu hören meine, wie die Korybanten Flötenspiel hören im Wind,
und der Klang dieser Worte dröhnt und hallt mir in den Ohren nach,
und ich kann nichts anderem lauschen.«1

„Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn,
Im dunkeln Laub die Gold-Orangen glühn,
Ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht,
Die Myrte still und hoch der Lorbeer steht,
Kennst du es wohl?
Dahin! Dahin
Möcht’ ich mit dir, O mein Geliebter, ziehn!
Kennst du das Haus, auf Säulen ruht sein Dach,
Es glänzt der Saal, es schimmert das Gemach,
Und Marmorbilder stehn und sehn mich an:
Was hat man dir, du armes Kind, getan?
Kennst du es wohl?
Dahin! Dahin
Möcht’ ich mit dir, O mein Beschützer, ziehn!
Kennst du den Berg und seinen Wolkensteg?
Das Maultier sucht im Nebel seinen Weg,
In Höhlen wohnt der Drachen alte Brut,
Es stürzt der Fels und über ihn die Flut:
Kennst du ihn wohl?
Dahin! Dahin
Geht unser Weg; O Vater, lass uns ziehn!2

… vom Wandern auf ewig und von der Erde wieder … von Aussaat, Blüte und der fallreifen Frucht. Und von den großen Blumen, den herrlichen Blumen, den seltsam unbekannten Blumen.

Wo werden die Müden ruhen? Wann werden die Einsamen heimkehren? Welche Türen stehen dem Wanderer offen? Und wer von uns wird seinen Vater finden, sein Antlitz erkennen und an welchem Ort und zu welcher Zeit und in welchem Land? Wo? Dort, wo die Herzensmüden für immer bleiben können, wo die Wandermüden Frieden finden, wo der Aufruhr, das Fieber und der Tumult sich für immer legen.

Wer besitzt die Erde? Wollten wir denn die Erde und irrten doch auf ihr herum? Brauchten wir denn die Erde, wenn wir nie still sein konnten auf ihr? Wer die Erde braucht, soll die Erde haben: Er wird still sein darauf, er wird in einem kleinen Gelass ruhen, er wird für immer in einer einzigen Kammer wohnen.

Hatte er denn tausend Zungen nötig, dass er im Durcheinander und Grauen tausend tobender Straßen nach ihnen suchte? Er wird keine Zunge mehr brauchen, er wird keine Zunge brauchen für das Schweigen und die Erde: Er wird kein Wort sagen können mit den durchwurzelten Lippen, ein kaltes Schlangenauge wird an seiner Statt durch die Stirnhöhlen spähen, es wird kein Schrei aus dem Herzen fahren dort, wo die Rebe schwillt.

Die Tarantel kriecht durch die morsche Eiche, die Viper lispelt wider die Brust, Kelche stürzen: Aber die Erde wird ewig währen. Die Blume der Liebe lebt in der Wildnis, und Ulmenwurzeln fädeln die Knochen begrabener Liebender auf.

Die tote Zunge verdorrt und das tote Herz modert, blinde Mäuler bohren Gänge durch das begrabene Fleisch, aber die Erde wird ewig währen; Haar sprießt aprilgleich auf der begrabenen Brust, und aus den Stirnhöhlen sprießen die Totenblumen und werden nicht vergehen.

O Blume der Liebe, deren kräftige Lippen uns in den Tod hinabsaugen, in alles Ferne und Flüchtige, Fee unserer zwanzigtausend Tage, der Verstand wird rasen und das Herz aussetzen, gebrochen von ihrem Kuss, aber Gloria, Gloria, Gloria, sie bleibt: Unsterbliche Liebe, allein und sehnsüchtig riefen wir in der Wildnis zu dir: Du warst nicht fern von unserer Einsamkeit. …“

Pressestimmen:

  • www.media-spider.com, 11/2014: „…“

Eigene Meinung / Beurteilung des Buches:

Fazit:

„Die Zeit ist Bewegung im Raum.“

Joseph Joubert (1754 – 1824),
französischer Moralist.

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Buchcover:

Von Zeit und Fluss - von Thomas Wolfe ist erschienen im Manesse Verlag

Von Zeit und Fluss - von Thomas Wolfe ist erschienen im Manesse Verlag

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Verlag: Manesse Verlag; (20. Oktober 2014).
Seitenanzahl: 272 Seiten.
Bindung: Gebundene Ausgabe.
ISBN-10: 3-717-52326-0.
ISBN-13: 9-783717-52326-0.
Preis: EUR 39,95.


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