Cannabis – Was man weiß, was man wissen sollte

Cannabis – Was man weiß, was man wissen sollte

Autor: Dr. Peter Cremer-Schaeffer

Klappentext:

„Für die einen ist Cannabis eine harmlose Droge, für andere der Einstieg in eine zerstörerische Sucht. Doch die Wirkstoffe dieser Pflanze können auch als Medizin schwer kranken Menschen helfen. Schon lange wird unter Fachleuten diskutiert, ob das Verbot von Cannabis und die Kriminalisierung der Konsumenten eher schadet als nützt. Sollte die Droge frei erhältlich sein? Sollte Cannabis als Medizin von Ärzten verschrieben werden dürfen? In diesem Buch sind die sachlichen Hintergründe zur Diskussion zusammengestellt. Wir müssen uns entscheiden, ob Cannabis als Genussmittel Teil unserer Kultur werden soll oder nicht.“

Presseinformation des Verlags:

Cannabis – Leiter der Bundesopiumstelle Peter Cremer-Schaeffer schafft
Durchblick in der Diskussion / neu im Hirzel Verlag

»Cannabis – Was man weiß, was man wissen sollte«
Peter Cremer-Schaeffer sorgt für Durchblick in der Diskussion um
Legalisierung oder medizinischen Einsatz von Marihuana /
neu im Hirzel Verlag

„Für die einen gehört der Joint zum Lifestyle, für die anderen kommt Cannabis gar nicht in die Tüte. Die einen rufen nach Legalisierung und Entkriminalisierung der Konsumenten, für die anderen bleiben Coffeeshops in Deutschland ein Tabu. Und dann gibt es da noch die Meldungen, dass Cannabis erfolgreich zu medizinischen Zwecken eingesetzt wird. Was denn nun? Für mehr Durchblick im Qualm der Diskussion sorgt Peter Cremer-Schaeffer mit seinem Buch »Cannabis – Was man weiß, was man wissen sollte«. Als Facharzt für Anästhesiologie arbeitet er seit 2003 für das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Seit 2009 leitet er die Bundesopiumstelle und ist unter anderem zuständig für die Erteilung von Ausnahmeerlaubnissen für den Erwerb von Cannabis zum Zweck der ärztlich begleiteten Selbsttherapie. Seine vielfältigen Kenntnisse nutzt Cremer-Schaeffer, um systematisch und verständlich die Diskussionsstränge aufzudröseln und zu mehr Sachlichkeit in Sachen Marihuana, Haschisch und Co anzumahnen. Das Buch erscheint im Januar 2016 im Hirzel Verlag.

Wie Cremer-Schaeffer zeigt, spielen bei der Frage, ob Cannabis als Genussmittel oder Droge einzustufen sei, wissenschaftliche Kriterien über die tatsächliche Gefährlichkeit kaum eine Rolle – viel wichtiger seien gesellschaftlich akzeptierte Normen. Dennoch klärt Cremer-Schaeffer auch aus wissenschaftlicher Sicht über die Wirkungen des Rauschmittels, sein Suchtpotenzial und die Folgen des Konsums in dem Buch auf. Er zeigt auf, dass Cannabis für Körper und Psyche ungefährlicher ist als die legalen Rauschmittel Tabak und Alkohol – wobei er nicht versäumt, auch die Schattenseite des Konsums zu präsentieren: Fast 29.000 Patienten waren im Jahr 2013 wegen einer cannabisbezogenen Störung in Deutschland in Behandlung. Auch warnt er vor einer leichtfertigen Legalisierung, die Kinder und Jugendliche in Gefahr bringen könnte. Denn gerade bei Heranwachsenden kann Cannabis Hirnfunktionen und Hirnentwicklung nachhaltig stören. Dass Cannabis eine Einstiegsdroge ist, die den Weg in Drogenkarrieren ebnet, hält Cremer-Schaeffer dagegen für vereinfacht und undifferenziert – auch Alkohol und Tabak spielen hierbei eine Rolle.

Von dieser Drogendiskussion will Cremer-Schaeffer die Diskussion um Cannabis als Arzneimittel streng getrennt wissen. Denn hier geht es nicht um Sucht oder Genuss, sondern um Menschen mit chronischen Erkrankungen wie zum Beispiel Multipler Sklerose, deren Befinden mit anderen Therapien nicht verbessert werden kann. Da Cannabis als illegales Betäubungsmittel eingestuft wird, können Ärzte es aber nach wie vor nicht verschreiben. Das hat zur Folge, dass Patienten mit einer Ausnahmeerlaubnis zwar aus Apotheken Cannabis beziehen dürfen, für die Medikation aber selbst verantwortlich sind – ein Armutszeugnis für das deutsche Gesundheitssystem, so Cremer-Schaeffer. Gleichzeitig will er Cannabis nicht als „Wundermittel“ für chronische Krankheiten verstanden wissen, denn dafür sind die Wirkungen zu begrenzt.“

Eine Leseprobe:

Einleitung

»Jeder Mensch, der den Begriff Cannabis hört, verbindet damit eine Einstellung vielleicht auch eine Erfahrung. Die einen haben Cannabis schon immer für harmlos gehalten, die anderen für eine Einstiegsdroge, die den Menschen zerstört. Die einen denken an das Woodstock-Festival 1969, an die freie Entfaltung der Persönlichkeit. Die anderen haben Kinder vor Augen, die morgens schon bekifft vor der Schule stehen und nicht mehr am normalen Leben teilnehmen können.

Doch Cannabis hat noch eine ganz andere Bedeutung. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, kündigte an, noch im Jahr 2015 ein Gesetz zu Cannabis durch den Bundestag zu bringen. Ihr Ziel sei, „dass in Zukunft mehr Menschen als bisher Cannabis als Medizin bekommen können“.1 „Wir wollen, dass schwer kranke Menschen, denen durch Medizinalhanf geholfen werden kann, gut versorgt werden“, pflichtete ihr am 3.2.2015 Gesundheitsminister Hermann Gröhe bei.2 Die Kanzlerin hatte schon zuvor eine Ausweitung und Verbesserung der bereits bestehenden Möglichkeiten des Einsatzes von Cannabis als Medizin in Aussicht gestellt.3

Am 23.3.2015 befasste sich der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages mit dem Thema Cannabis als Medizin.4 Minister Gröhe erneuerte seine Aussage, den Zugang zu Cannabis als Medizin verbessern zu wollen. Wenig später kündigte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung erneut „Canabis auf Rezept“ an. Patienten, die Cannabis erhalten, sollen in einer Studie begleitet werden, um zu prüfen, ob die Substanz wirklich hilft.5 Ende 2015 wurden Inhalte eines Referentenentwurfs für ein Gesetz vorgelegt, das Ärzten die Verschreibung von Cannabis ermöglichen soll, die Erstattung der Kosten für die Therapie regelt und zudem den Anbau von Cannabis zu medizinischen Zwecken in Deutschland in Aussicht stellt.

Diese Ankündigungen haben eine Vorgeschichte: Im November 2013 hatten 122 Strafrechtsprofessoren eine Resolution unterzeichnet und an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages gerichtet, in der sie die Einrichtung einer Enquete-Kommission forderten, die sich mit den Folgen der Kriminalisierung bestimmter Drogen befassen soll.6 Die Sinnhaftigkeit des Betäubungsmittelstrafrechts solle überprüft werden mit dem Ziel, Vorschläge Gesetzesänderungen zu erarbeiten. Die Professoren hielten die Drogen-Verbotspolitik für gescheitert. Sie schade den Drogenkonsumenten und der Gesellschaft. …

Es ist wieder Bewegung in die Diskussion um Cannabis gekommen. Dabei ist viel Emotion im Spiel. Und viel Unkenntnis über die Wirkung der Pflanzeninhaltsstoffe. Das Thema eignet sich für Schlagzeilen, es weckt Ängste und Abwehr und wird als Ideologiethema instrumentalisiert. Die Sachdiskussion wird dadurch schwierig.

Dieses Buch soll über die sachlichen Hintergründe informieren. Es benennt die Fakten zum Thema und will dazu beitragen, diesen Fakten ein größeres Gewicht in der öffentlichen Diskussion zu verschaffen. Das Thema ist viel zu wichtig, um die Meinungsbildung einigen wenigen Protagonisten zu überlassen. Notwendig ist vielmehr eine breite öffentliche Debatte über den richtigen Umgang mit Cannabis.«

Pressestimmen:

  • www.media-spider.com, 03/2016: „Das Buch ist ein engagiertes Plädoyer für eine gesundheitsorientierte Drogenpolitik und Drogenpraxis.“

Eigene Meinung / Beurteilung des Buches:

Dr. Peter Cremer-Schaeffer, Leiter der Bundesopiumstelle im Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), appelliert in seinem Buch »Cannabis – Was man weiß, was man wissen sollte« bei der derzeitigen Diskussion um die Legalisierung von Cannabis für eine strikte Trennung der beiden völlig unterschiedlichen Themen – zum einen »Cannabis als Medizin oder Arzneimittel« und zum anderen »Cannabis als Droge oder Genussmittel«. Der Leser kann den sachlichen Argumenten und logischen Gedankengänge des Autors im Verlauf des Buches folgen, indem dieser zu folgender Aufforderung und Schlussfolgerung kommt: »Mit Blick auf diese besonders schutzbedürftige Gruppe [Kinder und Jugendliche] sollten wir auf die Legalisierung von Cannabis verzichten und uns mehr auf die Erforschung des Potentials dieser Pflanze als Arzneimittel konzentrieren.« (S. 109). Es geht darum, die Wirksamkeit und Sicherheit von Cannabis als Arzneimittel durch klinische Studien zweifelsfrei zu belegen, denn das deutsche Gesundheits- und Versorgungssystem sieht vor, dass nur Arzneimittel eingesetzt werden, die geprüft und zugelassen sind – und das ist auch gut so.

Aufgrund der aktuellen Weltdrogenprobleme und der Diskussion zur globalen Drogenpolitik wird die Generalversammlung der Vereinten Nationen im April 2016 eine Sondertagung zum Thema »Drogen« abhalten und Cannabis hat heute eine neue – eine zweite – Chance, sich in der Medizin als Heil- und Arzneimittel durchzusetzen, wobei der Ausgang offen ist (S. 84).

Fazit:

Dr. Peter Cremer-Schaeffer nimmt zu dem höchst brisanten und kontrovers diskutierten Drogenthema kompetent und fundiert Stellung.

„Jede Art von Droge ist ein Selbstbetrug,
der irgendwann in Reue umschlägt.“

Franz Schmidberger (*1942),
deutscher Publizist.

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Buchcover:

Cannabis - Was man weiß, was man wissen sollte - von Dr. Peter Cremer-Schaeffer ist erschienen in der S. Hirzel Verlag GmbH & Co.

Cannabis – Was man weiß, was man wissen sollte – von Dr. Peter Cremer-Schaeffer ist erschienen in der S. Hirzel Verlag GmbH & Co.

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Verlag: Hirzel Verlag, 1. Auflage (1. Februar 2016).
Seitenanzahl: 122 Seiten.
Bindung: Broschierte Ausgabe.
ISBN-10: 3-777-62553-1.
ISBN-13: 9-783777-62553-9.
Preis: EUR 14,80.


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