Kiwi, Kaffee, Kardamom

Exotik frisch auf den Tisch.

Autor: Dr. Bruno P. Kremer

Klappentext:

„Als vor etwa 10.000 Jahren Menschen die ersten Nutzpflanzen züchteten, revolutionierte dies unsere Geschichte und ermöglichte erst die Entstehung von Hochkulturen. Seither sind überall auf der Welt Kulturpflanzen entstanden, die in unzähligen Sorten angebaut werden und durch den internationalen Handel auch bei uns immer häufiger auf den Märkten auftauchen. Doch nicht erst neuerdings erreichen uns exotische Früchte und Gemüse – die meisten unserer vertrauten Nahrungspflanzen stammen aus der Ferne. So wird schon ein kurzer Gang durch den Gemüsegarten zum Ausflug in andere Kontinente. Dieses Buch stellt wichtige Pflanzen vor, deren Heimat außerhalb Mitteleuropas liegt. Für jede Art finden sich außer dem botanischen Profil Angaben zu Herkunft, Verwendung und interessanten Besonderheiten. Ergänzt werden diese informativen Beschreibungen durch zahlreiche Rezepte und Hinweise zur Kultivierung in Garten oder Kübel.“

Presseinformation des Verlags:

Überraschende Gemüse- sowie Früchtekunde und köstliche Rezepte / »Kiwi, Kaffee, Kardamom« erscheint im Hirzel Verlag

Eine botanisch-kulinarische Reise: »Kiwi, Kaffee, Kardamom« von Bruno P. Kremer erscheint im Hirzel Verlag

„Tomaten stammen ursprünglich aus Mittelamerika, die Salatgurke kommt aus Nordindien, die Zwiebel aus Afghanistan und Bohnen haben ihre Heimat u. a. in Afrika oder Ostasien. All unsere scheinbar heimischen Gemüse kommen aus aller Herren Länder, genauso wie die offensichtlichen Exoten wie Kiwi, Banane und Ananas. In »Kiwi, Kaffee, Kardamom« aus dem Hirzel Verlag lädt Bruno P. Kremer zu einer botanisch-kulinarischen Weltreise zu all den köstlichen Früchten ein, die wir so lieben.

Wussten Sie z. B., dass Kiwi-Scheiben Steakfleisch zart machen? Das in den Früchten enthaltene Enzym Actinidin sorgt dafür. Oder haben Sie geahnt, wie simpel es ist, Erdnüsse zu kultivieren? Einfach die kompletten Nüsse mit Schale im Mai oder Juni in lockere Gartenerde stecken. Wie gut, dass die Pflanze auch noch schnell wächst, 20 Zentimeter pro Monat sind normal – da steht einer Ernte hierzulande nur noch ein kalter Sommer entgegen … diese Tipps für Hobbygärtner gibt Kremer obendrein, genauso wie zahlreiche Ideen für die Zubereitung der Exoten – heimischen wie echten. Damit liefert »Kiwi, Kaffee, Kardamom« eine überraschende Früchte- und Gemüsekunde und ermöglicht einen unterhaltsamen Streifzug durch Botanik, Küche und Garten mit vielen frischen Rezepten.“

Eine Leseprobe:

Einleitung

Ein großer bunter Früchtekorb

„Es ist schon überaus erstaunlich, mit wie vielen Produkten nichtheimischer Pflanzen man sogar an einem ganz und gar durchschnittlichen Tag zu tun hat. Die lange Parade beginnt bereits beim morgendlichen Ritual im Bad mit allerhand Duftessenzen in Duschgel, Parfüm oder Rasierwasser. Dann folgen die Tagestextilien aus afrikanischer Baumwolle. Das anschließende Frühstück bringt die Fortsetzung mit Kaffee aus Kolumbien oder Tee aus Indien, mit Erdnussbutter und Orangenmarmelade auf dem Brötchen und einem Fruchtjoghurt mit Guave oder Maracuja. Bevor man den Fuß vor die Haustür auf die Matte aus Fasern der mexikanischen Sisalagave setzt, steckt man noch schnell eine Banane aus Costa Rica für die gelbe und einen Schokoriegel mit Erntegut aus Sri Lanka für die lila Pause am Vormittag ein. Im Mittagessen finden sich Kartoffeln, Tomaten oder Paprika und weitere Pflanzen, die zwar bei uns wachsen, aber ihre eigentliche Heimat in der neuen Welt haben. Na ja, und dann wäre da eventuell noch eine Cocktailparty anlässlich eines Kollegengeburtstags, die ebenfalls angewandte Botanik aus entfernten Biogeografien praktiziert. Bevor der Tag zu Ende geht, hat man mit seinen eventuell nicht weiter reflektierten Lebens- und Konsumgewohnheiten große Teile des Welthandels beflügelt. …

Äpfel, Birnen, Kopfsalat und Petersilie haben zweifellos ihren besonderen Wert, aber es gibt bei den nutzbaren Pflanzen noch mehr zu erkunden. So wünschen wir Ihnen viele angenehme Entdeckungen und Erfahrungen bei Ihren Streifzügen durch die exotische Pflanzenwelt.

Exotik im Gemüsegarten

Selbst wenn unsere Nahrung auf den ersten Blick gar nicht wie ein lecker zubereiteter Pflanzenteil aussieht, etwa im Fall eines saftigen Sirloin-Steaks oder auch nur einer Salamischeibe auf der Pizza, haben wir doch in jedem Fall umgewandelte pflanzliche Biomasse auf dem Teller, die zunächst einmal auf einem Acker oder einer Weide wuchs. Ohne die auf immer besseren Ertrag gezüchteten Nutzpflanzen hätte es die Menschheit im Laufe ihrer Geschichte sicher nicht allzu weit gebracht. Heute steht sie vor dem gigantischen Problem, demnächst einmal acht oder gar mehr Milliarden Menschen mit Grundnahrungsmitteln versorgen zu müssen – eine schwierige und trotz immer wieder nachwachsender Pflanzen vermutlich grundsätzlich nicht zu bewältigende Aufgabe.

Fülle zu allen Jahreszeiten

Vor allem in Mittel- und Westeuropa nimmt man es gerne als Selbstverständlichkeit, dass fast jeder Supermarkt Erdbeeren zu Weihnachten, Weintrauben zu Ostern und Bananen rund um das Jahr anbietet. Sieht man sich die Herkunftsangaben dieser Köstlichkeiten etwas genauer an, fehlt im Warenhausregal tatsächlich kaum eine Weltengegend mit geeignetem Anbauklima. Aber abgesehen von einer solchen in früheren Zeiten schlicht unvorstellbaren Warenpalette, die uns eine schon seit Jahrzehnten zunehmende Globalisierung auch der Obst- und Gemüsemärkte beschert hat, ernähren sich die Menschen schon lange nicht mehr ausschließlich von Arten, die von Natur aus in Europa oder im so genannten »Fruchtbaren Halbmond« in Vorderasien zu Hause sind. Bereits seit Jahrhunderten gehören gleichsam zum täglichen Brot vielfach auch Pflanzen aus anderen Kontinenten.

Aus aller Herren Länder

So gerät selbst ein kurzer Gang durch den Gemüsegarten praktisch zum Ausflug in andere Erdteile: Die Salatgurken stammen aus Nordindien, die Küchenzwiebeln aus Afghanistan und der Spinat aus dem Kaukasus. Die Tomate ist in Mittelamerika beheimatet und trägt übrigens auch in unserer Sprache bis heute noch den Namen, den ihr bereits die Azteken gaben. Die schlanken Zucchini, die von der gleichen Wildpflanze abstammen wie die dicken Halloween-Kürbisse, kommen ebenfalls aus dem tropischen Amerika. Die Erbse ist im Mittelmeergebiet beheimatet und ebenso der Kopfsalat. Bohnen stammen je nach angebauter Art aus Südamerika, Afrika oder Ostasien. …

Erdnuss – Arachis hypogaea

Tipps für Hobbygärtner

Die Kultur von Erdnüssen ist erstaunlich einfach: Man steckt die kompletten ungerösteten Nüsse (mit der runzligen Schale!) im Mai oder Juni etwa 3 – 5 cm tief in lockere, leicht sandige Gartenerde, am besten in Pflanzschalen oder flache Kübel, und hält sie nur mäßig feucht. Die Keimtemperatur sollte ständig mindestens 16 °C betragen – optimal liegt sie zwischen 20 und 30 °C. Die Kultur auf der sonnigen Fensterbank ist demnach kein Problem. Nach der Keimung wachsen die Pflanzen sehr rasch und werden innerhalb eines Monats über 20 cm hoch. Sobald das Blattwerk vergilbt, kann man die Pflanzen vorsichtig aus der Anzuchterde heben und die Erdnüsse ernten.

Pistazie – Pistacia vera

Rezept: Ananas-Lauch-Pistazien-Salat

Zutaten (6 Portionen):

2 Stangen Porree (Lauch)
1 Dose Ananasstücke
1 Dose Mandarinenstücke
1 Dose Mais
2 nicht zu süße Äpfel
200 g geräucherte Putenbrust
1 Glas Salatmayonnaise
Pistazienkerne nach Belieben eventuell einige Pinienkerne

Zubereitung:

Den weißen Teil der Lauchstangen in schmale Ringe schneiden.
Äpfel schälen und in feine Stifte stückeln.
Putenbrust in schmale Streifen schneiden.
Diese zerkleinerten Zutaten in eine Schüssel geben
und mit den übrigen Zutaten gründlich mischen.
Im Kühlschrank mindestens 8 Stunden ziehen lassen.
Dieser sehr einfach zuzubereitende Salat passt gut zu Grillgerichten und als Partysalat für Sommerfeste im Freien.

…“

Pressestimmen:

  • www.media-spider.com, 10/2014: „…“

Eigene Meinung / Beurteilung des Buches:

Das Buch »Kiwi, Kaffee, Kardamom – Exotik frisch auf den Tisch« von Dr. Bruno P. Kremer nimmt den Leser mit auf einen botanischen Ausflug durch die Obst- und Gemüsegärten der Kontinente mit ihrer Artenvielfalt und ihrem Pflanzenreichtum. Der Leser erfährt, dass etwa 70% unserer Nahrungspflanzen aus Asien, 20% aus Nord- und Südamerika und nur 10% aus dem Mittelmeerraum oder Ostafrika stammen. In alphabetischer Reihenfolge – von Actinidia chinensis (Kiwi) bis Zingiber officinale (Ingwer) – lernt er eine Auswahl von 123 dieser wichtigen Pflanzenarten kennen. Brillante Fotografien machen die botanischen Beschreibungen dieser Pflanzen zusätzlich für den Leser anschaulich.

Jedes Kapitel wird durch eine Fotografie der Pflanze, ihren Name inklusive der lateinischen Bezeichnung eingeleitet und ist gegliedert in die Rubriken Botanik, Ursprung und Verbreitung, Verwendung und Wissenswertes. Die Kapitel werden teilweise durch Tipps für Hobbygärtner und Rezepte ergänzt. Nach dem Durchblättern des Buches wird der Leser angeregt, mindestens fünf Rezepte spontan auszuprobieren.

Wie beispielsweise:

    • Kürbissuppe für die Halloween-Party
    • Zucchini-Suppe mit Kurkuma
    • Bretonische Crêps aus Buchweizen
    • Ananas-Lauch-Pistazien-Salat
    • Elsässische Heidelbeertorte (Tarte aux myrtilles).

Bleibt nur noch einen gutes Gelingen bei der Zubereitung der raffinierten Rezepte mit den exotischen Köstlichkeiten und anschließend einen »Guten Appetit« zu wünschen.

Fazit:

Das informative und lesenswerte Buch ist eine Bereicherung für jeden Pflanzenliebhaber, Hobby-Gärtner und Hobby-Koch.

„Nach einem guten Kaffee verzeiht man sogar den Eltern.“

Oscar Wilde (1854 – 1900),
eigentlich Oscar Fingal O’Flahertie Wills,
irischer Lyriker, Dramatiker und Bühnenautor.

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Buchcover:

Kiwi, Kaffee, Kardamom: Exotik frisch auf den Tisch - von Dr. Bruno P. Kremer ist erschienen in der S. Hirzel Verlag GmbH & Co.

Kiwi, Kaffee, Kardamom: Exotik frisch auf den Tisch - von Dr. Bruno P. Kremer ist erschienen in der S. Hirzel Verlag GmbH & Co.

Verlag: Hirzel Verlag, 1. Auflage (9. Oktober 2014).
Seitenanzahl: 290 Seiten.
Bindung: Gebundene Ausgabe.
ISBN-10: 3-777-62132-3.
ISBN-13: 9-783777-62132-6.
Preis: EUR 39,00.


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