Like mich am Arsch

Wie unsere Gesellschaft durch Smartphones,
Computerspiele und soziale Netzwerke
vereinsamt und verblödet

Autor: Andreas Hock

Klappentext:

Dumm, dümmer, digital

„Seit der Erfindung des Taschenrechners haben wir unser Gehirn immer weiter entmündigt. Heute überlassen wir unser ganzes Leben dem digitalen Fortschritt! Wir bezahlen mit dem Smartphone, kaufen uns virtuelle Freunde bei Facebook, bejubeln talentfreie Nichtskönner auf YouTube und folgen mitteilungsbedürftigen Idioten auf Twitter. Doch je mehr Informationen wir ins unendliche Daten-Universum blasen, desto dümmer werden wir dabei. Und umso gefährlicher wird es für uns alle! Bis über den Tod hinaus …

  • Wie wir trotz 100 Freunden und mehr immer weiter vereinsamen
  • Wie die Meinungsmafia unsere Digitalhörigkeit ausnutzt
  • Wie das Handy vom Telefon zum Kommunikationskiller wurde
  • Wie Facebook uns zu virtuellen Junkies erzieht
  • Wie unser Beziehungs- und Sozialverhalten den Bach runtergeht

Andreas Hocks Blick auf die Digitalisierung unserer Gesellschaft ist witzig, erschreckend, bitterböse. Und garantiert analog!“

Presseinformation des Verlags:

Dumm, dümmer, digital.

„Nichts funktioniert mehr ohne einen Computerchip. Schon allein der Gedanke einen ganzen Tag auf PC oder Handy zu verzichten, erscheint den meisten als undenkbar – ja fast schon beängstigend. Unser Denken und Handeln, beinahe unser gesamtes Leben überlassen wir heute dem digitalen Fortschritt! GPS-Systeme navigieren uns durch die Welt, wir bejubeln talentfreie Nichtskönner auf YouTube, folgen mitteilungsbedürftigen Idioten auf Twitter und vereinsamen trotz hunderter Freunde auf Facebook immer mehr. Unsere Abhängigkeit von Smartphone und Co. hat dazu geführt, dass wir jederzeit für alle erreichbar sind, außer für unseren Gesprächspartner gegenüber. Das Datenuniversum ist schier unendlich und wir sorgen dafür, dass es tagtäglich weiter wächst. Doch je mehr Informationen wir dort hinein blasen, desto dümmer werden wir dabei.

Es ist ein wichtiges, ein brisantes Thema, das Andreas Hock in seinem Buch beleuchtet und polemisch aufbereitet. Die stetige Digitalisierung ist mittlerweile in fast alle Bereiche unserer Gesellschaft vorgedrungen. Der Autor legt den Finger gezielt in eine große Wunde unserer Zeit und zeigt so auf, wie wir längst zu Sklaven unseres eigenen Fortschrittwahns geworden sind. …“

„Mit der Erfindung des Taschenrechners vor gut 40 Jahren hat die Entmündigung unseres Gehirns begonnen. Heute, im Zeitalter von Google und Co., scheint das selbständige Denken, komplett eingestellt worden zu sein und so vertrauen wir blind den Aussagen und Berechnungen von Maschinen.

Dazu ein Beispiel: Eine Belgierin wollte sich von ihrem Dorf im beschaulichen Flandern 90 Kilometer zum Brüsseler Hauptbahnhof navigieren lassen. Eineinhalb Tage und 1500 Kilometer später kam sie völlig übermüdet in der kroatischen Hauptstadt Zagreb an. Etwas habe sie sich ja schon gewundert, aber schließlich sei ihr Navigationssystem ja ganz neu gewesen, gab die Frau bei der kroatischen Polizei zu Protokoll.

Mit solch anschaulichen Beispielen wirft Andreas Hock in seinem Buch »Like mich am Arsch – Wie unsere Gesellschaft durch Smartphones, Computerspiele und soziale Netzwerke vereinsamt und verblödet«, das am 08. Oktober im riva Verlag erscheint, einen kritischen Blick auf die zunehmende Digitalisierung unserer Gesellschaft. Ein wichtiges Buch, erschreckend, witzig, bitterböse und garantiert analog!“

Eine Leseprobe:

Like mich am Arsch

Facebook durch unsere Dummheit Milliarden scheffelt

„Einer dieser Jungen war auch Mark Zuckerberg. Er stammt aus einer wohlhabenden Zahnarzt-Familie und wuchs mit seinen drei Schwestern in einem langweiligen Kaff im US-Bundesstaat New York auf. Er war so etwas wie ein Wunderkind, hochtalentiert, aber mit offenkundig eklatanten Defiziten im sozialen Umgang. Auf dem College hatte er wenig bis gar keine Freunde. Aber er hatte seinen Verstand. Mit zehn schenkten ihm seine Eltern den ersten PC, einen »Quantex DX« mit 486er-Prozessor. Weil er ohnehin nichts Besseres zu tun hatte, kein Football und kein Basketball spielte, fing er an, in seinem Kinderzimmer zu programmieren. Nach wenigen Wochen hatte er eine Computer-Variante des Brettspiels »Risiko« entwickelt, allerdings der größeren Herausforderung wegen auf Latein. Wenig später beauftragte ihn sein Vater, für seine Praxis eine Art internes Netzwerk zu entwerfen, mit denen die Sprechstundenhilfe am Empfang die neuen Patienten gleich anmelden konnte. Der Junge tat, wie ihm geheißen, doch er weitete von sich aus den gewünschten Dienst gleich auf das elterliche zu Hause aus und nannte das Ganze »Zucknet«. Inzwischen hatte er einen Privatlehrer, um das Programmieren zu perfektionieren. Nach der zehnten Klasse wechselte Zuckerberg von der Highschool aufs College, wo er einen wissenschaftlichen Preis nach dem anderen abräumte und trotzdem ein Außenseiter blieb. Als er mit 18 ein Psychologie-Studium – natürlich an der Eliteuni Harvard – begann, spukte ihm das „Zucknet“ immer noch im Kopf herum. Es musste doch möglich sein, etwas zu erfinden, mit dem man andere Leute kennenlernen konnte – etwa solche, die ebenso einsam und so komisch waren wie er.

Vor diesem Hintergrund entstand »Facemash«, eine Seite im Uni-Intranet, mittels der sich die Harvard-Kommilitonen untereinander ihrem Aussehen nach beurteilen konnten.

Obwohl er selbst wahrscheinlich nicht besonders gut dabei abschnitt, mochte Zuckerberg den Gedanken, zwei Fotos von Studentinnen nach dem Zufallsprinzip auswählen und bewerten zu lassen. Dass er keinerlei Rechte an den Bildern besaß, störte ihn nicht weiter; eine Eigenschaft, die er auch noch zehn Jahre später als mehrfacher Milliardär an den Tag legen sollte. Nach einem Rüffel durch die Uni-Leitung dachte er nach, wie er »Facemash« um- und vor allem: weiter ausbauen konnte. Wie es der Zufall wollte, traf Mark Zuckerberg in den Computerzimmern irgendwo im Tiefparterre des Campus tatsächlich drei andere Loser-Jungen und sogar ein Loser-Mädchen mit den gleichen Problemen, wie er sie hatte. Nun waren sie immerhin zu fünft. Er und die anderen Yotta-Hirne tüftelten auf der Basis von »Facemash« alsbald eine zumindest teilweise offene Netzwerk-Website aus, die auch an anderen Unis verfügbar sein sollte und die es ermöglichte, umfangreich zu interagieren. Über den Ursprung dieser wohl nicht von ihm stammenden Idee zerstritt er sich mit seinen Kurzzeit-Kompagnons schnell wieder, aber das war ihm egal. Denn binnen eines Jahres hatte das inzwischen »Facebook« genannte Projekt nahezu eine Million Studenten aus den ganzen USA als Mitglieder gewonnen. Zuckerberg hatte genug gesehen, um zu wissen, was er nun tun musste. Er schmiss sein Studium und widmete sich ganz der Optimierung jenes Einfalls, den er allem Anschein nach den einzigen Kumpels, die er je hatte, einfach geklaut hat.

Das war 2004.

Neun Jahre später hat Facebook knapp 1,1 Milliarden Mitglieder und der blasse Mark mindestens genauso viele Dollars auf dem Festgeldkonto. Was aber noch viel eindrucksvoller ist, als dass sich der schlaksige Nerd aus Dobbs Ferry rein rechnerisch gesehen drei Airbus A380 oder 5000 Einfamilienhäuser kaufen könnte: Mit seiner verfluchten Erfindung hat er beinahe ein Sechstel der Weltbevölkerung zu seinen Sklaven gemacht – und aus eigenständigen Individuen mit einem vitalen Privatleben willenlose Datenlieferanten und Netzwerkoholiker. Sein Netzwerk hat mehr Macht als Chinas Kommunisten, Russlands Oligarchen und Amerikas Waffenlobby zusammen. Nach dem Christentum und dem Islam ist Facebook, wenn man so will, inzwischen die drittgrößte Religionsgemeinschaft der Erde! Auch wenn es uns nicht passt: Das Netzwerk hat unsere Welt in Lichtgeschwindigkeit verändert – und als erste Zwischenbilanz nach ungefähr zehn Jahren lässt sich sagen: nicht gerade zum Guten. Viele von uns richten inzwischen ihr ganzes Leben nach Facebook aus und teilen intimste Einzelheiten aus ihrem Dasein Hunderten oder sogar Tausenden fremder Menschen mit. Unglaubliche drei Millionen Updates verzeichnet die Seite inzwischen in jeder einzelnen Minute! Darin überschwemmen wir andere Personen mit sinnlosen Informationen über Belanglosigkeiten aller Art und sind immer weniger dazu in der Lage, eine ganz normale zwischenmenschliche Beziehung zu führen. Stattdessen lassen wir uns verrückt machen von einem lächerlichen Pixel-Daumen und wetteifern um die höchste Anzahl sogenannter Freunde. Angesichts all dessen wirft sich die Frage auf: Was, verdammt noch mal, hat dieser Spargeltarzan nur aus uns gemacht? Und wie zum Teufel haben wir uns derart einwickeln lassen? …“ (S. 65, 66)

Sonnenlicht, Gangnam Style und Flashmobs

Wie mit Youtube jeder Idiot eine Bühne bekommt

„Klar, einzelne Ausnahmen gab es schon immer – aber wer früher bekannt werden wollte, für den galt normalerweise eine eherne Regel: Er musste dafür einige Anstrengungen unternehmen! Der Siegeszug des Videoclips ab Ende der Siebziger vereinfachte den Weg zumindest in die musikalische Ruhmeshalle zwar etwas, trotzdem durchlief zum Beispiel Louise Veronica Ciccone eine wahre Ochsentour, ehe aus der begabten Schülerin mit einem Intelligenzquotienten von 140 die weltweit umjubelte Pop-Ikone Madonna wurde. Davor lagen Abertausende Klavierstunden, Gitarren- und Schlagzeugunterricht, eine knochenharte Ausbildung als Tänzerin sowie eine Tingeltour durch die Schwulendiscos der amerikanischen Autometropole Detroit. Von den nächtlichen Nebenjobs als Kellnerin, mit denen sie ihren großen Traum von der noch größeren Karriere finanzierte, ganz zu schweigen. Nun kann man heute sicherlich darüber streiten, ob es noch ansehnlich ist, dass die Frau mit Mitte 50 noch in Netzstrümpfen über die Bühne toben muss. Eines aber ist unstrittig: Madonna hat sich ihren Erfolg hart erarbeitet. So wie zahlreiche andere auch, die es dank einer Mischung aus Talent, Fleiß und natürlich einer ordentlichen Portion Glück ganz nach oben geschafft haben.

Mittlerweile braucht man dafür im Idealfall nur noch einen Computer mit Internetanschluss und eine Kamera.

Youtube heißt der dazugehörige Idiotenbeschleuniger, der aus nahezu jedem Apfelsaftgesicht wenigstens kurzzeitig einen Star machen kann. Am 14. Februar 2005 wurde das Portal von drei ehemaligen PayPal-Mitarbeitern gegründet – wahrscheinlich, weil das Trio mit der vornehmen Bildschirmblässe sich darüber geärgert hat, dass es beim bereits einige Jahre zuvor bekannt gewordenen Bezahldienst-Anbieter ein bisschen zu spät eingestiegen ist, um das ganz große Geld zu machen. Das freilich hat sich rasch geändert: Schon ein Jahr später hatten die von der Youtube-Idee begeisterten Google-Vorstände Dollarzeichen in den Augen und kauften den Herren Chad Hurley, Steve Chen sowie Jawed Karim ihre Videoplattform für umgerechnet 1,31 Milliarden Euro ab und machte die blassen Spackos aus Kalifornien endlich zu Multimillionären. …“ (S. 65, 66)

Pressestimmen:

  • www.media-spider.com: „…“

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Eigene Meinung / Beurteilung des Buches:

Fazit:

„Facebook hilft, mit Leuten in Kontakt zu bleiben,
die wir auch im echten Leben kennen. Mehr nicht.
Wer glaubt, dass jeder Facebook-Kontakt ein Freund ist,
der weiß nicht was Freundschaft bedeutet.“

Mark Elliot Zuckerberg (* 14. Mai 1984 in White Plains, New York),
ist ein US-amerikanischer Unternehmer und Mäzen.
Er ist Gründer und Vorstandsvorsitzender des Unternehmens Facebook Inc.

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Buchcover:

Like mich am Arsch - Wie unsere Gesellschaft durch Smartphones, Computerspiele und soziale Netzwerke vereinsamt und verblödet

Like mich am Arsch – Wie unsere Gesellschaft durch Smartphones, Computerspiele und soziale Netzwerke vereinsamt und verblödet

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Verlag: Riva Verlag (8. Oktober 2013).
Seitenanzahl: 200 Seiten.
Bindung: Taschenbuch Ausgabe.
ISBN-10: 3-868-83330-7.
ISBN-13: 9-783868-83330-0.
Preis: EUR 14,99.


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