Verkannte Pioniere

Abenteurer. Erfinder. Visionäre.

Autor: Armin Strohmeyr

Klappentext:

Verkannte Pioniere der Technik und Naturwissenschaften.

„Sie wurden von ihren Zeitgenossen, der Umwelt und Nachwelt verkannt und verspottet. Ihre Erfindungen wurden gestohlen, sie selbst als Spinner abgetan, unterdrückt, ausgebremst oder weggesperrt: Die 22 verkannten Pioniere der modernen Naturwissenschaft und Technik waren zwar geniale Denker, aber meist keine talentierten Geschäftsleute.

Wir reisen schnell und bequem mit Auto und Flugzeug, telefonieren, fotografieren und halten es für selbstverständlich, dass elektrischer Strom aus der Steckdose kommt. Und längst spielen Genetik und Laser auch in unserem Alltag eine segensreiche Rolle.

Die Erfinder dieser Errungenschaften waren zwar geniale Denker, Tüftler und Visionäre, aber meist keine Geschäftsleute und Juristen. Viele von ihnen scheiterten daran, ihre Erfindungen zu patentieren und zu vermarkten. Sie scheiterten an »Kollegen«, an der Konkurrenz, an widrigen finanziellen und gesellschaftlichen Umständen und meist jedoch an der Dummheit anderer. Die Lebensgeschichten dieser Pioniere und die Geschichte ihrer Erfindungen gleichen Abenteuerromanen: Sie sind spannend, tragisch, haarsträubend, bisweilen auch unfreiwillig komisch. Und beinahe unglaublich wären sie nicht wirklich passiert. …“

Presseinformation des Verlags:

Die wahren Wegbereiter der Moderne – „Verkannte Pioniere“ neu beim Styria Premium Verlag.

„Armin Strohmeyr erzählt in seinem neuen Buch „Verkannte Pioniere“ (Styria premium) von genialen Denkern und Erfindern, Wissenschaftlern und Technikern, herausragenden Frauen und Männern, die eines gemeinsam haben: Sie haben sich und die Bedeutung ihrer Erfindungen unterschätzt. Viele wurden verkannt, einige als verrückt erklärt, ihre Erfindungen waren ungeschützt oder sie scheiterten tragisch an den Umständen ihrer Zeit. Die 22 Biografien und Geschichten dieser Erfindungen und Entdeckungen sind abenteuerlich spannend, haarsträubend, völlig unwahrscheinlich, manchmal unfreiwillig komisch, aber sie sind alle wirklich passiert!

Kennen Sie beispielsweise Theodore Maiman? Er hat als Erster einen Laserstrahl erzeugt, wurde dafür aber nie ausreichend gewürdigt. Wissen Sie, was Johann Kravogl erfunden hat? 1867 präsentierte er auf der Pariser Weltausstellung den ersten Elektromotor der Welt, seine Erfindung blieb aber ungeschützt. Wussten Sie, dass Ada Byron-Lovelace bereits 1843 die erste Programmiersprache entwickelt hat? Oder dass Rosalind Franklin die DNA-Struktur entdeckte, ihre Kollegen aber den Nobelpreis erhielten? Ihre Geschichten und die anderer werden packend erzählt.“

Eine Leseprobe:

Theodore Maiman (1927 – 2007)

Der Laser

»Einstein als Vordenker der Photonik. Maser und Laser. Ein Außenseiter machte das Rennen. Eine Lösung sucht nach ihrem Problem. Nach und nach finden sich Anwendungs-möglichkeiten. Nobelpreisregen. Kein Anruf aus Stockholm. Das Zeitalter der Laser-technologie hat erst begonnen.

Der Laser hält in immer mehr Bereichen des menschlichen Lebens Einzug: Laserstrahlen tasten in CD-, DVD und Blue-Ray-Playern die Informationen ab, sie sind in Barcode-Scannern, 3-D-Scannern und Laserdruckern eingebaut. In der Medizin wird Laser zur Zertrümmerung von Gallen- und Nierensteinen angewandt, zur Entfernung von Geschwüren, zur Tilgung von Tattoos, zur Wundbehandlung, als chirurgisches Skalpell oder bei Operationen am Auge. In der fertigenden Industrie werden mit Laser Teile präzise geschweißt oder auch geschnitten, feinste Löcher gebohrt und Gravuren angebracht. Dabei sind Laserstrahlen feiner und weit passgenauer als die bislang gebräuchlichen mechanischen Instrumente und Werkzeuge. Und das Zeitalter der „Photonik“, des Einsatzes von Laserlicht, steht – so der Konstanzer Physiker und Wissenschaftshistoriker Ernst Peter Fischer – erst noch bevor. Nach seiner Überzeugung wird die Photonik die Elektronik im Laufe des 21. Jahrhunderts an Bedeutung übertreffen. …

EIN AUSSENSEITER MACHT DAS RENNEN

Ein anderer, damals von vielen als Randfigur betrachteter Forscher macht schließlich das Rennen um die Erzeugung eines Laserstrahls: Theodore Maiman.

Maiman wird am 11. Juli 1927 in Los Angeles als Sohn des Elektrotechnikers Abraham Maiman (der für AT&T arbeitet) geboren. Theodore interessiert sich ebenfalls für die Physik. Er studiert Ingenieurwissenschaften an der University of Colorado und der Stanford University und promoviert 1955 in Physik. Dann geht er in die Forschung, er findet Anstellung an einer privaten Institution, den „Hughes Research Laboratories“ im kalifornischen Malibu. Der Geldgeber Howard Hughes ist ein etwas exzentrischer Milliardär, der durch großzügige Konditionen die Elite der Forschung an sein Institut zieht. Aller Sponsorenschaft zum Trotz ist man an greifbaren und ökonomisch verwertbaren Forschungsergebnissen interessiert. Die Nachrichten aus anderen Laboratorien, die in den späteren 1950 Jahren nach außen dringen, sind entmutigend. 1959 wird auf einer Tagung das Gelingen der Laser-Experimente allgemein noch angezweifelt. Der Wissenschaftshistoriker Ernst Peter Fischer sagt in einem Interview im Deutschlandfunk: „Und dann gab es eine große Tagung, wo alle Experten, die da was zu sagen hatten, zusammengekommen sind. Das war 1959. Und da sind die ganz großen Super-Experten aufgestanden und haben gesagt: Laserlicht wird es auf keinen Fall mit Rubin geben. Und da hat Maiman gesagt: Doch.“

Maiman soll einen neuartigen Maser entwickeln, der statt mit einem Gas mit dem Festkörperstoff als Medium funktioniert. Dieser Maser soll in Flugzeugen zum Einsatz kommen und rauscharm und zuverlässig sein. Als Festkörper einigt man sich wegen seiner physikalischen Eigenschaften auf den Rubinkristall.

Maiman nimmt sehr wohl die Überlegungen seiner Konkurrenten von den „Bell Laboratories“ in New York – wo Townes und Schawlow inzwischen arbeiten – zur Kenntnis. Er überträgt deren Ideen auf seine Versuchsanordnung mit dem Rubinkristall – an den Wünschen und Vorgaben seines Brotgebers vorbei. Er besorgt sich eine äußerst helle, spiralförmige Blitzlampe, montiert in ihrer Mitte ein rotes Rubinstäbchen und umkleidet alles mit einer reflektierenden Metallhülse. Er selbst gesteht später: „Ich habe nur Dinge verwendet, die es bereits gab. Ich verschwendete weder Zeit noch Geld, um eine spezielle Lampe zu entwickeln oder eine neue Art von Kristall. Stattdessen benutzte ich Rubin, der in der Natur vorkommt und schon damals in sehr hoher Reinheit industriell hergestellt werden konnte. Ich habe die Rubinstäbe für meine Experimente einfach bestellt und gekauft, genau wie die Blitzlampe. Der Rest war reines Handwerk.“

Es klingt wie die Geschichte vom Ei des Kolumbus: Die Ausführung scheint einfach, ebenso die Möglichkeit zur Nachahmung, aber das Kunststück bestand darin, auf die Idee zu kommen.

Theodore Maiman hat nur eine Chance: Gelingt sein Versuch, steht die Wissenschaft an der Schwelle zu neuen Räumen, Maiman selbst vor Ruhm und Anerkennung – so hofft er. Misslingt das Experiment, ist das für ihn das berufliche Aus.

Am Morgen des 16. Mai 1960 betritt Maiman gemeinsam mit D’Haenens das Labor, wo er seine Versuchsanordnung installiert hat. Er schaltet die Blitzlampe mit Pulsen von fünfhundert Volt ein. Zunächst wird nur ein rotes Fluoreszieren sichtbar. Maiman erhöht die elektrische Spannung auf mehr als neunhundertfünfzig Volt. Auf einem Oszillographen, der Laserlichtspuren in sichtbaren Spitzen wiedergeben soll, zeigt sich ein Muster. Und ein roter Lichtfleck von etwa einem Zentimeter Durchmesser wird sichtbar. Maiman weiß es: Es handelt sich um eine stimulierte Emission. „Das war es“, so Maiman in der Erinnerung. „Der Laser war geboren!“«

Pressestimmen:

  • www.media-spider.com, 08/2013: „…“

Eigene Meinung / Beurteilung des Buches:

Fazit:

____

Verlag: Styria Premium Verlag; 1. Auflage (17. Februar 2013).
Seitenanzahl: 303 Seiten.
Bindung: Gebundene Ausgabe.
ISBN-10: 3-222-13394-8.
ISBN-13: 9-783222-133947.
Preis: EUR 22,99.


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