Gut! Die 16 Gesetze für richtiges Handeln

Autor: Prof. Dr. Christoph Lütge
Autor: Jens Schadendorf

Klappentext:

Die kleine Anleitung für gultes Handeln

„Wir Menschen sind widersprüchliche Wesen. Wir verfolgen große Ziele und wollen erfolgreich sein. Ohne es zu merken, blockieren wir uns allerdings auch selbst und werfen nicht selten beste moralische Vorsätze über den Haufen. Wie aber handeln wir so, dass es uns nützt und wir trotzdem noch in den Spiegel schauen können? Dürfen wir auch mal lügen, betrügen und uns die Wirklichkeit zurecht biegen? Verpackt in 16 kurzweilige Geschichten hilft diese Gesetzessammlung der besonderen Art, typische Denkmuster zu erkennen und Entscheidungsirrtümer zu vermeiden – eine vergnügliche Anleitung für gutes Handeln zu den Grundfragen des Lebens.“

Presseinformation des Verlags:

„Gut“ gehandelt ist halb gewonnen

„Wir Menschen sind widersprüchliche Wesen. Einerseits sind wir egoistisch und instinktgetrieben. Andererseits bemühen wir uns auch, unser Tun zu hinterfragen, »korrekt« zu handeln und uns anzupassen. Wir streben nach großen Zielen wie Geld, Macht, Karriere und Status und versuchen gleichzeitig liebevoll, freundschaftlich, ehrlich, und fair zu sein. Nicht immer kriegen wir das alles unter einen Hut, sabotieren uns selbst, belügen uns und andere, oft ohne es zu merken.

Doch sind wir deshalb schlechte Menschen? Jens Schadendorf und Christoph Lütge meinen: Nicht unbedingt! Wann etwa ist es moralisch unbedenklich, z. B. zu betrügen oder sich die Wirklichkeit zurechtzubiegen? Dürfen wir auch wüten und zerstören? Was ist wichtiger, Geld oder Gewissen?

„GUT!“ liefert die Antworten in Form von 16 grundlegenden Gesetzen für richtiges Handeln. Basierend auf den spannenden Erkenntnissen moderner Wissenschaft in den Grenzbereichen von Psychologie, Verhaltensökonomie, Arbeitswelt und Ethik tragen die kurzweiligen Geschichten dazu bei, uns selbst und andere besser zu verstehen, gängige Denkmuster zu erkennen und Entscheidungsirrtümer zu vermeiden. Eine vergnügliche Anleitung für gutes Handeln und zu den Grundfragen des Lebens! …“

»GUT! Die 16 Gesetze für richtiges Handeln«
von Jens Schadendorf und Christoph Lütge

„Geld, Glück, Macht, Liebe! Menschen sind widersprüchliche Wesen, immer auf der Suche nach großen Zielen und Erfolgen. Ehrlichkeit und moralische Vorsätze können dabei auch schon mal auf der Strecke bleiben. Doch macht uns das immer gleich zu schlechten Menschen? Die Autoren meinen: Nicht unbedingt! Warum, beschreiben Sie in ihrem Buch. Auf Basis wissenschaftlicher Forschung und anhand anschaulicher Geschichten aus Alltag und Beruf erklären die beiden Autoren u. a. warum es manchmal ratsam sein kann, zu lügen, sich die Wirklichkeit zurechtzubiegen oder richtig wütend zu werden. Ihre kompakte »Gesetzessammlung« der besonderen Art hilft, typische Denkmuster und Entscheidungsirrtümer zu erkennen und zu vermeiden – eine vergnügliche Anleitung für gutes Handeln und zu den Grundfragen des Lebens!“

Aus dem Inhalt:

  • Inhalt
  • Vorwort
  1. Gewissen oder Geld
    Das Gesetz preiswerter Motive
  2. Relativ – gut gemacht
    Das Gesetz von gewünschter Wirklichkeit und passgenauem Vergleich
  3. Karriere und Reichtum – oder Happiness ohne Ende
    Das Gesetz beglückender Fürsorge
  4. Mut zur Mertesacker-Wut
    Das Gesetz unerwarteter Stärke
  5. Wer nur einmal schwindelt, der ist kein Mensch
    Das Gesetz entspannender Unwahrheit
  6. Manchmal sind wir besser, als wir denken
    Das Gesetz der weißen Lügen
  7. Dumm ist, wer Dummes tut
    Das Gesetz vom reinen Herzen und den besten Folgen
  8. Den Richtigen helfen
    Das Gesetz kindlicher Gerechtigkeit
  9. Siegen – und dann nachtreten
    Das Gesetz von der Zerstörungslust
  10. Fit und sexy – aber um welchen Preis?
    Das Gesetz angemessener Selbstverpflichtung
  11. Schnell entscheiden oder Hängepartie
    Das Gesetz vom richtigen Zeitpunkt
  12. Du sollst nicht denken, dass du etwas Besseres bist
    Das Gesetz vom Wettkampf im Krabbenkorb
  13. Abgeben oder nicht
    Das Gesetz der Krisenqual
  14. Ehrlich und betrügerisch
    Das Gesetz vom flexiblen Blick in den Spiegel
  15. Tiermörder am Steuer oder nicht
    Das Gesetz der Schildkröten
  16. Mehr als wahr
    Das Gesetz echter Freundschaft
  • Literatur
  • Danksagung
  • Die Autoren

Eine Leseprobe:

» 1 « GEWISSEN ODER GELD

Das Gesetz preiswerter Motive

„»Edel sei der Mensch, hilfreich und gut«, erinnert uns Goethe. Nun ja, noch so ein Sinnspruch, und außerdem wissen wir: Ganz so edel war der Dichter selbst auch nicht. Dennoch haben wir so etwas wie eine innere Stimme, die uns sagt, was gut oder schlecht ist. Nicht immer rät sie das Richtige. Aber diese Stimme flüstert vielen von uns irgendwann auch ein, wir sollten unser Leben ändern, sollten gute Menschen werden oder wenigstens kleine Dinge fortan besser machen.

Jenseits schönster Absichten indes grätscht uns manchmal etwas in diese moralischen Ziele hinein – und nicht selten geschieht das, ohne dass wir es richtig merken. Und ehe wir uns versehen, ändern wir dann unsere Einstellung und unser Verhalten. Manchmal zum Guten, manchmal nicht, oft auch überraschend.

Ein berühmtes Beispiel dafür, wie eine überraschende Einstellungs- und Verhaltensänderung aussehen kann, beschreiben die beiden Forscher Uri Gneezy und Aldo Rustichini anhand eines israelischen Kindergartens. Obwohl dieser feste Öffnungszeiten hatte, an deren Ende die Kinder abzuholen waren, kamen die Eltern immer wieder zu spät. Die in der Regel nicht gerade üppig bezahlten Betreuer, die in ihren wohlverdienten Feierabend gehen wollten, mussten immer wieder warten.

Das konnte so nicht weitergehen, und man ersann eine Lösung, welche die Eltern disziplinieren sollte. Wer mehr als zehn Minuten nach 16 Uhr kam, sollte eine Geldstrafe bezahlen. Doch entgegen den Erwartungen verspäteten sich daraufhin nicht weniger Eltern beim Abholen ihrer Kinder, sondern mehr. Am Ende waren es im Durchschnitt doppelt so viele wie vor der Einführung der Strafe, und das änderte sich auch dann nicht, als die Strafe wieder abgeschafft wurde.

Gneezy und Rustichini konnten sich zunächst keinen Reim auf diese Entwicklung machen, doch dann wurde ihnen Folgendes klar: Vor der Einführung der Strafe befanden sich die Eltern in einer Situation, in der ihr moralisches Empfinden sie immerhin dazu zwang, sich nicht allzu sehr zu verspäten. Kamen sie nämlich nicht rechtzeitig, so wussten sie dennoch – so gestresst sie auch sein mochten – um die Unanständigkeit ihres Verhaltens gegenüber den Betreuern ihrer Kinder.

Mit der Einführung der Geldstrafe änderten sich jedoch die elterlichen Handlungsmotive. Denn die Mütter und Väter lernten, dass sie sich nun von ihren Gewissensbissen, die zuvor der immaterielle Preis fürs Zuspätkommen gewesen waren und die wenigstens in gewisser Weise disziplinierend gewirkt hatten, durch Geld freikaufen konnten. Und nachdem sie das einmal verstanden hatten, nützte es auch nichts, die Geldstrafe wieder abzuschaffen. Genau deswegen blieb das durch die Einführung der Strafe entstandene höhere Verspätungsniveau weitgehend erhalten.

Ähnliche Veränderungen beobachteten die Forscher in anderen Situationen, so etwa bei Gymnasiasten, die einmal im Jahr für einen guten Zweck Geld sammeln gingen. Lange waren sie dafür mit nichts anderem als mit der Achtung ihres Umfelds (und den damit verbundenen guten Gefühlen) belohnt worden. Als die Jugendlichen dann jedoch zunächst 1 Prozent und später gar 10 Prozent der Spendengelder behalten durften, verbesserte sich ihr Sammelergebnis nicht etwa, sondern das Gegenteil geschah: Es verschlechterte sich.

Wie im Fall des Kindergartens bewirkte also ein gut gemeinter Geldanreiz nicht das Erwartete. Auch hier war zunächst nicht verstanden worden, dass der Geldanreiz einen anderen, viel stärker wirkenden Antrieb verdrängt hatte: nämlich in den eigenen Augen und in denen des Umfelds, etwa der Eltern, der Lehrer, der Mitschüler et cetera, als guter Mensch mit sozialem Gewissen zu gelten.

Zerstört oder verdrängt also Geld das Gewissen oder unsere moralischen Gefühle? Ganz so vereinfacht kann man es nicht ausdrücken. Aber einige kleine Regeln für richtiges Handeln lassen sich aus dem Erzählten (und weiterer Forschung dazu) natürlich dennoch ableiten.

Die vielleicht wichtigste Regel: Wenn Sie andere Menschen dazu bringen möchten, etwas eher Unangenehmes zu tun, dann hilft Geld nicht immer. Vielmehr kann es gerade solche Beziehungen und Verhaltensweisen beschädigen, die wir mit den Vorstellungen von »respektvollem Umgang« und »guter Tat« und insofern mit moralischem Handeln verbinden. Der Einsatz von Geld kann zu einem schlechteren Ergebnis führen, als wenn Sie auf Geldangebote verzichten. …“

Pressestimmen:

  • www.media-spider.com, 11/2014: „…“

Eigene Meinung / Beurteilung des Buches:

….

Fazit:

„Eine Tat voller Güte wird Gutes bewirken.“


„Manchmal wird mir die ganze Psychologie verdächtig,
wenn ich bemerke, daß auf eine richtige Kombination schon bei den alltäglichsten Dingen soundso viele falsche kommen.
Ja, wenn ein Mensch im Prinzip so denken und handeln müßte wie die andern!“

Christian Morgenstern (1871 – 1914),
deutscher Schriftsteller, Dramaturg, Journalist und Übersetzer.

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Buchcover:

Gut! Die 16 Gesetze für richtiges Handeln - von Prof. Dr. Christoph Lütge und Jens Schadendorf ist erschienen im Redline Verlag

Gut! Die 16 Gesetze für richtiges Handeln – von Prof. Dr. Christoph Lütge und Jens Schadendorf ist erschienen im Redline Verlag

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Verlag: Redline Verlag (14. November 2014).
Seitenanzahl: 127 Seiten.
Bindung: Gebundene Ausgabe.
ISBN-10: 3-868-81526-0.
ISBN-13: 9-783868-81526-9.
Preis: EUR 9,99.

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