Chinesisches Roulette

Ein Ex-Mitglied der roten Milliardärskaste packt aus
Der brisante Insiderbericht aus Chinas Elite

Originaltitel: Red Roulette: An Insider’s Story of Wealth, Power, Corruption and Vengance in Today’s China.

Autor: Desmond Shum
Übersetzer: Stephan Gebauer

Klappentext:

Das Buch, von dem die chinesische Regierung nicht will, dass wir es lesen: Money, Macht und Willkür in China

„Wann ist man wirklich mächtig? Wenn auf dem Konto eine Milliarde liegt? Wenn die Ehefrau mit der Frau des Premiers beim Shoppen große Geschäfte macht?

Desmond Shum wächst in Shanghai und Hongkong auf. Nach dem Studium in den USA stürzt er sich ins Beijinger Businessleben mit dem Blickwinkel eines Outsiders und den richtigen Connections. Er scheffelt mit Immobilientransaktionen Geld. Ehefrau Whitney pflegt Beziehungen zu Ehefrauen wichtiger politischer Akteure. Und doch sind Desmond Shum die Hände gebunden, als Whitney, Multimilliardärin wie er, spurlos verschwindet. Wem aber konnte Whitney Duan gefährlich werden? Was wusste sie über Staatspräsident Xi Jinping – oder was außer Ärger mit der Staatsführung könnte hinter ihrem plötzlichen Verschwinden sonst stecken?

Ein brisanter Augenzeugenbericht aus der neureichen Wirtschaftselite Chinas: Die Hintergründe der „Explosion“ des chinesischen Kapitalismus in den 2000er Jahren, erzählt von einem, der mit verstrickt war und mitverdient hat.

Selten hat es jemand gewagt, so offen über das zu schreiben, was in China Macht bedeutet. Ein aufsehenerregender Blick auf die chinesische Elite, exzessive Bereicherung und den Widerstreit von Kapitalismus und kommunistischer Partei.“

»Shum deckt die Machenschaften der Kommunistischen Partei Chinas auf und die der Milliardäre, die sie hervorgebracht hat.« Barbara Demick

Presseinformation des Verlags:

„Bitte veröffentliche dieses Buch nicht!“
Der brisante Insiderbericht aus Chinas Wirtschaftselite


Desmond Shum – Der brisante Insiderbericht aus Chinas Wirtschaftselite – »Chinesisches Roulette«

Desmond Shum – Der brisante Insiderbericht aus Chinas Wirtschaftselite – »Chinesisches Roulette«


Desmond Shum: Ein Ex-Mitglied der roten Milliardärsklasse packt aus

Wann ist man wirklich mächtig? Wenn auf dem Konto eine Milliarde liegt? Wenn die Ehefrau mit der Frau des Premiers beim Shoppen große Geschäfte macht?

„Desmond Shum wächst in Shanghai und Hongkong auf. Nach dem Studium in den USA stürzt er sich ins Beijinger Businessleben mit dem Blickwinkel eines Outsiders und den richtigen Connections. Er scheffelt mit Immobilientransaktionen Geld. Ehefrau Whitney pflegt Beziehungen zu Ehefrauen wichtiger politischer Akteure.

Dass in China Menschen verschwinden, wissen sie. Aber dass das ihnen passieren könnte? Niemals! Dann ändert sich alles, als Desmond Shum auf Geschäftsreise in England einen Anruf erhält: Whitney ist nicht auffindbar. Wem war Whitney Duan gefährlich geworden? Kann es sein, dass Desmond und Whitney zu viel wissen? Darüber, wie in China Politik auf allen Ebenen gemacht wird? Wie die Ehefrau und Kinder von hohen Parteiführern sich hemmungslos bereichern? Wer sich wie am besten schmieren lässt?

Vier lange Jahre kein Lebenszeichen von ihr. Desmond und ihr gemeinsamer Sohn leben im Londoner Exil und wissen nicht, ob sie noch lebt. Bis zu dem Tag, als dieses Buch erscheint und er ihre Stimme hört am Telefon. Sie fleht ihn an: Bitte veröffentliche dein Buch nicht. Denn: Desmond Shum nennt Namen, Orte, Firmen, konkrete Personen auch aus der Kommunistischen Partei. Er hat in dieser Welt gelebt, er hat mit seiner netzwerkenden Frau die Strippen gezogen – und wusste doch, dass er nur eine Marionette war in den Händen der Parteiführung – und dass sein Leben nur ein einziges Spiel war: chinesisches Roulette.

Selten hat es jemand gewagt, so offen über das zu schreiben, was in China Macht bedeutet. Der New-York-Times-Bestseller ist ein brisanter Augenzeugenbericht aus der neureichen Wirtschaftselite Chinas. Er legt die Hintergründe der »Explosion« des chinesischen Kapitalismus in den 2000er Jahren offen, erzählt von einem, der mit verstrickt war und mitverdient hat.

Unten finden Sie einen Link zum Buchtrailer mit Desmond Shum auf youtube.

»Chinesisches Roulette« erscheint am 1. Februar 2022.“

Eine Leseprobe:

»Besser die Stimme erheben und sterben, als schweigen und leben.«
Fan Zhongyan (989 – 1052)

Einleitung

„Am 5. September 2017 verschwand die fünfzigjährige Whitney Duan in Beijing. Zum letzten Mal gesehen worden war sie am Vortag in ihrem weitläufigen Büro im Genesis Beijing, einem Gebäudekomplex im Wert von mehr als 2,5 Milliarden Dollar, den sie gemeinsam mit mir gebaut hatte. Dort hatte sich Whitney in einem Arbeitsbereich, den Besucher erst erreichen, nachdem sie eine Reihe von Sicherheitskontrollen passiert und sich in einem Labyrinth aus gepflegten Gärten und zahlreichen Varianten von italienischem Marmor zurechtgefunden haben, Immobilienprojekte im Wert von Milliarden Dollar ausgedacht. Und jetzt war sie plötzlich fort.

Was war geschehen? Und wer ist Whitney Duan?

Whitney Duan war mehr als ein Jahrzehnt lang meine Frau und Geschäftspartnerin. Zum Zeitpunkt ihres Verschwindens waren wir geschieden, aber wir hatten viele Jahre eng zusammengearbeitet, wir waren Vertraute, und gemeinsam hatten wir eine atemberaubende Zeit erlebt. Wir hatten unseren Traum verwirklicht, in China große Dinge für China zu leisten. Wir waren beide aus der Armut aufgestiegen und wurden von der Sehnsucht angetrieben, etwas aus unserem Leben zu machen. Unser Erfolg erfüllte uns mit Ehrfurcht.

Wir hatten am Beijing Capital International Airport eine der größten Logistikdrehscheiben der Welt errichtet. Wir hatten das spektakulärste Hotel- und Geschäftszentrum in der chinesischen Hauptstadt entworfen und gebaut, das sich in erstklassiger Lage unweit des geschäftigen Stadtzentrums erhob. Wir hatten Hunderte Millionen Dollar mit Aktiengeschäften verdient. Wir hatten im Machtzentrum des Landes gearbeitet und gute Beziehungen zu Ministerpräsidenten, hochrangigen Funktionären der Kommunistischen Partei und ihren Familien geknüpft. Wir hatten aufstrebende Parteikader beraten, die sich anschickten, die Kontrolle über ganz China zu übernehmen. Wir hatten auf soziale und politische Veränderungen gedrängt, um China zu einem besseren Land zu machen. Wir waren überzeugt, dass wir Gutes tun konnten, indem wir unsere Arbeit gut machten. Wir hatten es uns durchgerechnet: Wir hatten ein Nettovermögen von mehreren Milliarden angehäuft.

Und jetzt war Whitney verschwunden. Von meinem Wohnort in England aus kontaktierte ich ihre Haushälterin, die mir erklärte, dass Whitney an jenem Septembertag im Jahr 2017 nicht nach Hause gekommen war und dass sie seitdem nichts von ihr gehört hatte. Es war, als hätte sie sich in Luft aufgelöst.

Ich rief Mitarbeiter des Unternehmens an, das wir gemeinsam gegründet hatten, und erfuhr, dass Whitney nicht die Einzige war, die plötzlich vom Erdboden verschwunden war. Zwei Spitzenmanager ihrer Firma – sowie eine junge Assistentin, die außerdem als Haushälterin aushalf – wurden ebenfalls vermisst. Keine dieser Personen hatte seither ein Lebenszeichen von sich gegeben. Ich war erst Ende Juni aus Beijing abgereist, nachdem ich unseren Sohn bei seiner Mutter abgeliefert hatte, damit er den Sommer mit ihr verbringen konnte.

Ich fragte mich, ob mich vielleicht das gleiche Schicksal ereilt hätte, wenn ich noch ein paar Wochen länger in China geblieben wäre.

In China verschwinden regelmäßig Menschen ohne jede Erklärung. Die Kommunistische Partei hat das absolute Machtmonopol. In der chinesischen Verfassung sind theoretisch bestimmte Grundrechte garantiert, aber die von der Partei eingesetzten Ermittler ignorieren das Gesetz und ziehen nach Belieben missliebige Personen unter fadenscheinigen Vorwänden aus dem Verkehr, um sie für unbegrenzte Zeit festzuhalten. Mittlerweile entführen von der chinesischen Regierung entsandte Einsatzkräfte sogar im Ausland Journalisten, Geschäftsleute, Buchhändler und Dissidenten, die der KPCh ein Dorn im Auge sind. Von der außerordentlichen Auslieferung von Terrorverdächtigen an die Vereinigten Staaten hat man gehört. Dies hier ist die chinesische Version.

Ich rief Whitneys Eltern an, aber sie wussten ebenfalls nichts. Ich fragte befreundete Parteifunktionäre, die Whitney ihre Position verdankten. Keiner von ihnen war bereit, etwas für sie zu tun. Jeder wollte unbedingt vermeiden, mit Whitney in Verbindung gebracht zu werden. Sie alle fürchteten sich vor der Zentralen Disziplinarkommission der Partei, in deren Händen sich Whitney meiner Meinung nach befand.

Je mehr ich herumfragte, desto klarer wurde mir, dass die Personen, die im System der Partei arbeiten, in ihren Beziehungen unablässig Gewinn- und Verlustrechnungen anstellen. Whitney war überaus nützlich für ihre Freunde gewesen. Sie hatte die Beförderung ungezählter Kader in der Kommunistischen Partei und im Staatsapparat arrangiert. Sie hatte die Karriere dieser Leute gefördert und viele Stunden damit verbracht, gemeinsam mit ihnen Strategien für ihr weiteres Vorankommen zu entwerfen. Doch jetzt, da Whitney in Gefahr war, ließen diese Leute sie fallen wie eine heiße Kartoffel.

Während ich mir den Kopf darüber zerbrach, was ich tun konnte, um meinem Sohn die verlorene Mutter zurückzugeben und die Ex-Frau zu retten, die mein Leben so grundlegend verändert hatte, dachte ich über die unglaublichen Geschehnisse in all den Jahren nach, die uns in diese Situation gebracht hatten.

Zum Zeitpunkt ihres Verschwindens hatte Whitney ein Vermögen angehäuft, das zu Beginn unserer Beziehung unvorstellbar für uns gewesen wäre.

Diese unglaublich talentierte Frau setzte sich in einer patriarchalischen Gesellschaft durch, bewegte sich mit unvergleichlichem Geschick in der an ein Spielcasino erinnernden politischen Umgebung des »neuen China« und nutzte ihr Bündnis mit der Familie eines mächtigen Mannes für einen fast unvorstellbaren Erfolg. Bis es eines Tages vorbei war. Sie verstand, wie China wirklich funktionierte – bis sie es von einem Tag auf den anderen nicht mehr verstand.

Ich war ihr Geschäftspartner und Ehemann. Wir erklommen die Gipfel gemeinsam. Dies ist meine Geschichte, und es ist ihre Geschichte.“

Pressestimmen:

  • www.media-spider.com, 03/2022: „…“
  • Barbara Demick, „Shum deckt die Machenschaften der Kommunistischen Partei Chinas auf und die der Milliardäre, die sie hervorgebracht hat.“
  • Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19. Oktober 2021: „Shum zeichnet ein Sittengemälde der hedonistischen politischen Elite zu Beginn des Jahrtausends.“

Eigene Meinung / Beurteilung des Buches:

Fazit:


„Eine Pekingente muß nicht notwendigerweise ein Geflügelgericht sein –
oftmals sind es auch falsche Zeitungsberichte aus Chinas Hauptstadt.“

Willy Meurer (1934 – 2018),
deutsch-kanadischer Kaufmann, Aphoristiker und Publizist.

Buchcover:

Chinesisches Roulette – Desmond Shum – Ein Ex-Mitglied der roten Milliardärsklasse packt aus

Chinesisches Roulette – Desmond Shum – Ein Ex-Mitglied der roten Milliardärsklasse packt aus


Verlag: Droemer HC; 1. Edition (1. Februar 2022).
Seitenanzahl: 312 Seiten.
Bindung: Gebundene Ausgabe.
ISBN-10: 3-426-27878-2.
ISBN-13: 9-783426-27878-9.
Preis: EUR 22,00.

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
Bitte erlaube Cookies, indem du auf Übernehmen im Banner klickst.

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
Bitte erlaube Cookies, indem du auf Übernehmen im Banner klickst.

Dieser Beitrag wurde unter Sachbücher abgelegt und mit , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.

Weitere interessante Fachartikel

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)
Loading...