Banken in der Krise

Niedergang mit System.

Autor: Günther Dahlhoff

Klappentext:

„Krisen verursachen – das können Banken gut und mit beeindruckender Konstanz. Aber wie kommt es immer wieder dazu? Wie schaffen es amerikanische Banken, mit billigem Notenbankgeld und wohlmeinender Eigenheimförderung die gesamte Weltwirtschaft ins Unglück zu stürzen? Und wie reagiert internationales Wirtschaftschaos mit nationaler Staatsüberschuldung in Deutschland? Wir alle kennen das Ergebnis – was vormals mit der Pleite der Investmentbank Lehman Brothers begann.

Günter Dahlhoff schildert in allgemein verständlichem Ton die Chronologie der Krise, angereichert mit humorvollen Anekdoten aus der Bankenwelt. Nebenbei wird deutlich, weshalb die deutsche Politik der Bankenstabilisierung nicht funktionieren kann und warum wir Banken als notwendiges Übel trotzdem brauchen.

Deutsche Banken in der Krise – ein differenziertes und unterhaltsames Nachschlagewerk mit ausführlichem Index, Glossar und Anhang sowie einem Epilog des Bankiers und Bankenkritikers Ludwig Poullain.“

Eine Leseprobe:

„Ich rief den Teufel und er kam,
und ich sah ihn mit Verwundrung an.
Er ist nicht hässlich und ist nicht lahm,
er ist ein lieber charmanter Mann,
ein Mann in seinen besten Jahren,
verbindlich und höflich und welterfahren.“

(Heinrich Heine)

»Das Hauptinteresse der Darstellung gilt den deutschen Banken. Sie sind nicht nur Opfer einer amerikanischen Krise, sondern auch eigener Arroganz und Dummheit. Die Krise der deutschen Banken in den Jahren 2007 bis 2012 nahm ihren Ausgang von der amerikanischen Immobilienkrise im Jahr 2007 und der Insolvenz der Lehman Brothers Bank im Jahr 2008 und offenbarte ihre Schwächen.

Es geht aber nicht um alle 1.854 deutschen Banken, weil die 432 Sparkassen und 1.106 Genossenschaftsbanken (wie Raiffeisen- und Volksbanken, Ärzte- und Apothekerbank, Badische Beamtenbank, PSD Banken, usw.) des Landes mit der Bankenkrise weniger zu tun hatten. Die Sparkassen1 und Genossenschaftsbanken haben in der Regel kein oder wenig Investmentbanking auf eigene Rechnung betrieben und haben die Fristentransformation2 nicht übertrieben. Es geht auch nur wenig um die beiden Zentralbanken der Genossenschaftsbanken, DZ Bank und WGZ Bank, die ein paar Federn lassen mussten. Es geht aber sehr um die regionalen Zentralbanken der Sparkassen, die Landesbanken, und einige große Geschäftsbanken.

Dem Drang der Geschäftsbanken weg vom langweiligen zins- und hin zum interessanten provisionsbringenden Geschäft haben sich die Sparkassen und Genossenschaftsbanken hinreichend ferngehalten. Im Zuge des Verfahrens der EU-Kommission zur Abschaffung der Gewährträgerhaftung und Anstaltslast der deutschen Sparkassen und Landesbanken entstand auch eine Debatte zwischen Geschäftsbanken und Sparkassen über deren Privatisierung in der Form, dass diese sich der Beteiligung von privatem Kapital, besonders der Geschäftsbanken, öffnen. Ein ehemaliger Vorstandssprecher der Commerzbank, Klaus-Peter Müller, forderte zwischen 2001 und 2006 nachdrücklich die Chance zum Kauf von Sparkassen. Davon ist seit der Krise nichts mehr zu hören.

Die Deutsche Bank nutzte die Bankenkrise zwar noch einmal, um ihren Vorschlag zu wiederholen, die Landesbanken und Sparkassen sollten mit den privaten Geschäftsbanken „zusammenarbeiten“. Aber seither halten sich die Geschäftsbanken von den Sparkassen fern, während die Sparkassen ihre Unabhängigkeit verteidigen. Als das Land Berlin nach einem Skandal seine Sparkasse verkaufen musste, überbot der Deutsche Sparkassen- und Giroverband alle privaten Bieter, um zu verhindern, dass eine Geschäftsbank ein Institut betreiben kann, das Sparkasse heißt. Das Sparkassengesetz von Schleswig-Holstein enthielt die Möglichkeit, dass sich die Finanzholding der Haspa (Hamburgische Sparkasse AG) mit 25% am Kapital einer schleswig-holsteinischen Sparkasse beteiligen konnte. Als die Haspa das Recht bei der Sparkasse Hohenwestedt ausüben wollte, wurde die Klausel wieder gestrichen. 2013 geriet die Sparkasse Südholstein wegen hoher Abschreibungen auf ihre Beteiligung an der HSH Nordbank in Schwierigkeiten. Sie wird vom Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein aufgefangen.

Ein verhältnismäßig breiter Raum der Darstellung ist der Deutschen Bank gewidmet. Zum einen ist sie nach der Summe ihrer Bilanz, die auf der einen Seite ihr Vermögen und auf der anderen ihr Eigenkapital und ihre Schulden reflektiert, die größte Bank der Welt und damit nicht nur für Deutschland, sondern für das Weltfinanzsystem relevant. Eine systemrelevante Bank ist so groß, dass ihre Insolvenz die Weltwirtschaft in Mitleidenschaft ziehen würde. Der Politik stellt sich die Frage, wie sie es mit dem Riesen in ihren Mauern halten will. Zum anderen wurde von dieser Bank vor und bei der Finanz- und Bankenkrise von 2007 und 2008 ein dermaßen kritikwürdiges Geschäftsgebaren an den Tag gelegt, dass sie auch auf diese Weise alle anderen deutschen Banken um Haupteslänge überragte. …«

Pressestimmen:

  • www.media-spider.com, 04/2014: „…“

Eigene Meinung / Beurteilung des Buches:

Fazit:

„Lasst uns wenigstens den Weltuntergang verhindern.
Es ist fünf vor zwölf, und wir haben nicht mehr viel Zeit.“

Barack Hussein Obama (1961 – *), ist seit dem 20. Januar 2009 der
44. Präsident der Vereinigten Staaten.

___

Verlag: Tectum-Verlag; 1. Auflage (19. Februar 2014).
Seitenanzahl: 354 Seiten.
Bindung: Gebundene Ausgabe.
ISBN-10: 3-828-83309-8.
ISBN-13: 9-783828-83309-8.
Preis: EUR 24,95.

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