Digitales Unbehagen

Risiken, Nebenwirkungen und Gefahren der Digitalisierung

Autor: Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer

Klappentext:

„Kann Fernsehen zu Demenz führen? Warum reduziert ein Smartphone unser Denkvermögen? Wie nutzen Kriminelle das Internet für ihre Machenschaften? Und was hat die digitale Infrastruktur mit den weltweiten Treibhausemissionen zu tun? Der bekannte Hirnforscher Manfred Spitzer deckt die Gefahren von Handys, Gaming & Co. auf und erklärt dabei gewohnt verständlich und eingängig, welche Auswirkung das digitale Leben auf uns hat. Ein beeindruckender Blick in unsere Zukunft und ein Augenöffner, der zeigt, wie wichtig ein bewusster Umgang mit der neuen Technik ist.“

Presseinformation des Verlags:

Manfred Spitzer – Morbus Google und Schwarmdummheit oder:
die Schattenseiten der Digitalisierung

„Manfred Spitzer, der wohl bekannteste Hirnforscher Deutschlands und Leiter der Psychiatrischen Universitätsklinik Ulm, zeigt in seinem Buch »Digitales Unbehagen« die Risiken, Nebenwirkungen und Gefahren der Digitalisierung.

Nur ein paar Beispiele:

  • Morbus Google, die Überzeugung an einem Hirntumor zu leiden, wenn man nach den Ursachen für Kopfschmerzen googelt;
  • Hate Speech, die tatsächlich Hasskriminalität begünstigt und bewirkt;
  • Phantomvibrationen, die fast jeder Handybesitzer kennt;
  • Schwarmdummheit und digitale Vertrauenskrisen – wären solche Szenen, wie wir sie in Berlin gesehen haben, ohne das Internet überhaupt entstanden?

Eine Leseprobe:

VORWORT

„Von Februar bis September 2019 schrieb ich wöchentlich für die Südwestpresse in Ulm eine Kolumne zum Thema »Digitales Unbehagen« und berichtete über die Risiken und Nebenwirkungen digitaler Informationstechnik. Und weil das Smartphone nun einmal das weltweit am meisten verbreitete und von jedem Nutzer am meisten genutzte digitale Endgerät ist, handeln eine ganze Reihe der Beiträge auch von diesem kleinen Apparat.

Angeregt wurde das Ganze nicht von mir, sondern von meiner ältesten Tochter Ulla in einem Gespräch mit dem Chefredakteur der Südwestpresse; von ihm wurde es nach gut einem halben Jahr auch wieder beendet: genug des Unbehagens. Das wöchentliche Abliefern eines Textes war für mich nicht immer einfach, denn ich wollte so nahe wie möglich am Zeitgeschehen sein und schrieb daher nicht »auf Vorrat«. Aber die vielen kleinen Ermunterungen, die ich von Lesern per Mail oder bei zufälligen Begegnungen auf dem Ulmer Wochenmarkt bekam, machten mir die Arbeit leicht. Und als sie dann beendet war, war ich auch froh darüber, denn es war eben doch – Arbeit!

Irgendwann kam dann die Idee auf, die Beiträge zu überarbeiten, zu ergänzen und in einem Buch gesammelt zu veröffentlichen. Die Münchner Verlagsgruppe nahm diese Idee gerne auf und das Ergebnis ist dieses Buch. Man kann es lesen, wie viele Menschen die Bibel lesen: einfach irgendwo aufschlagen und sehen, was da geschrieben steht. Denn alle 32 Beiträge sind aus sich heraus verständlich und in sich abgeschlossen.

Seit einigen Wochen (Stand: Ostern 2020) ist die Welt eine andere geworden: Wer hätte noch vor wenigen Wochen gedacht, dass die Forderungen von Greta Thunberg und der Fridays-for-Future-Bewegung innerhalb weniger Wochen übererfüllt werden würden? Fluggesellschaften weltweit haben 80 bis 95 Prozent aller Flüge eingestellt, die weltweite Ölförderung wurde deutlich verringert, der Kohleverbrauch auch, weswegen in China, Indien und auch in Europa die Qualität der Luft deutlich besser wurde. Die Weltwirtschaft schrumpft. Ein winziges Viruspartikel, das uns Menschen eine Lungenkrankheit pandemischen Ausmaßes beschert hat, verschafft dem Erdball gerade eine Verschnaufpause. Die »Nebenwirkungen« dieser globalen Rosskur für uns Menschen sind dramatisch und werden nicht nur Tote, sondern auch viel Leid (auch durch die wirtschaftlichen Schäden) mit sich bringen.

Schon jetzt ist klar, dass vor allem junge Menschen durch die Krise stark beeinträchtigt sind. Ich meine dabei nicht den Verzicht auf Partys und Kontakte, sondern die Schließung von Bildungseinrichtungen, von Kindertagesstätten und Schulen bis hin zu den Universitäten. Diese geht mit dem massiven Einsatz digitaler Medien einher, von dem sich jetzt, nach etwa 35 Jahren PC und 20 Jahren Internet, überdeutlich herausstellt, wie schlecht damit Bildung gelingt. Sogar Schüler wünschen sich wieder die Öffnung der Schulen und den Unterricht durch Lehrer. Denn der ist durch keinen noch so guten Computer mit noch so schnellem Internetanschluss zu ersetzen! Das zeigt sich vor allem bei den schwachen Schülern. Ein guter Schüler kann allein für sich aus einem Buch lernen – das war schon immer so. Aber je schwächer ein Schüler ist, desto mehr Anleitung, Ermunterung und Strukturierung seiner Lernerfahrungen braucht er durch einen Lehrer. Aus sehr vielen Studien weiß man schon lange, dass digitale Medien die Kluft zwischen starken und schwachen Schülern nicht verkleinern, wie oft behauptet wird, sondern vergrößern. Ich kenne tatsächlich keine einzige Studie, die das Gegenteil – »Die Schwachen profitieren besonders« – aufgezeigt hätte. Die Kluft zwischen den guten und schwachen Schülern nimmt daher gerade jetzt in der Krise stark zu.

Ganz allgemein gilt zudem: Krisen bringen extreme menschliche Verhaltensweisen hervor, extrem gute und extrem schlechte. Welche hervorgebracht werden, hängt davon ab, was schon im Menschen drinsteckt, denn »hervorbringen« bedeutet ja nicht »neu schaffen«, sondern »ans Tageslicht bringen, was schon da ist«. Daraus folgt: Ob wir aus der Krise lernen und an ihr wachsen, hängt nicht vom Virus ab, sondern von uns. Wir haben es in der Hand. Das gilt für alle Krisen – Corona- und Klimakrise! Es wird höchste Zeit, dass wir lernen, die Krisen zu nutzen, um Veränderungen, die notwendig sind, auch durchzuführen. Und bei manchem, was nun gegen Corona getan wird, sollte bedacht werden, welchen Effekt es auf das Klima hat. Vielleicht hat so die eine Krise eine positive Wirkung auf die andere Krise.

Meine zweite Tochter Anja bekommt gerade ihr drittes Kind und macht sich nicht nur über das Corona-Virus Sorgen, sondern vor allem auch über die Zukunft ihrer Kinder und die Klima-Krise. Und meine jüngste Tochter Anna macht sich mit elf Jahren schon zuweilen Sorgen darum, dass manchen ihrer Mitschüler das Smartphone wichtiger zu sein scheint als ihre Freunde.

Dieses Buch ist meinen drei Töchtern – Ulla, Anja und Anna – gewidmet.“

Ulm, an Ostern 2020
Manfred Spitzer

„…“

Pressestimmen:

  • www.media-spider.com, 10/2020: „…“

Eigene Meinung / Beurteilung des Buches:

Fazit:


„Die schöne neue Medienwelt –
von der digitalen Zerstreuung
über den digitalen Burnout
zur analogen Behandlung.“

Helmut Glaßl (*1950),
Dipl.-Ing., Maler, Aphoristiker.

Buchcover:

Digitales Unbehagen - Risiken, Nebenwirkungen und Gefahren der Digitalisierung - von Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer ist erschienen im mvg Verlag

Digitales Unbehagen – Risiken, Nebenwirkungen und Gefahren der Digitalisierung – von Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer ist erschienen im mvg Verlag


Verlag: mvg Verlag (11. August 2020).
Seitenanzahl: 144 Seiten.
Bindung: Gebundene Ausgabe.
ISBN-10: 3-74740-224-0.
ISBN-13: 978-374740-224-5.
Preis: EUR 14,99.

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