Die Zerbrechlichkeit der Welt

Was uns droht. Wie wir uns schützen.

Autor: Prof. Dr. Stefan Thurner

Klappentext:

„Der Klimawandel schreitet voran, die Gesellschaft ist tief gespalten und der Wirtschaft droht ein Kollaps verheerenden Ausmaßes. Der Komplexitätsforscher Stefan Thurner, Berater der österreichischen Bundesregierung bei der Bekämpfung der Corona-Krise, zeigt anhand der Wissenschaft Komplexer Systeme, wie zerbrechlich die Welt geworden ist und wie wir sie mit Hilfe von Wissenschaft und Big Data doch noch zur besten aller Zeiten machen können.“

„Alles hängt mit allem zusammen. Deswegen zeigen sich am Bosporus wieder die Delfine, wenn in China ein Virus von einem Gürteltier auf einen Menschen überspringt. Der Komplexitätsforscher Prof. Dr. Stefan Thurner, Berater der österreichischen Regierung bei der Bekämpfung der Corona-Krise, zeigt anhand der Analysen von Billionen Daten, wie zerbrechlich die Welt geworden ist, und wie wir sie mit Hilfe von Big Data noch zur besten aller Zeiten machen können.“

Klappentext / Innenseite – vorne:

„Alles hängt mit allem zusammen. Die Welt besteht aus miteinander verwobenen, interagierenden, aufeinander einwirkenden und sich ständig verändernden komplexen Systemen. All diese Systeme haben sogenannte Tipping Points, also Kipp-Punkte. Überschreiten sie diese Punkte, kommt es zu irreversiblen Änderungen. Die Systeme kollabieren. Stefan Thurner zeigt in diesem Buch, wie sich derzeit gleich mehrere komplexe Systeme, die unserer Kultur zugrunde liegen, auf solche Tipping Points zubewegen. Er zeigt auch einen überraschenden Ausweg: Die beste Chance zur Rettung der Welt liegt in den Daten, die wir unaufhörlich sammeln, oft ohne zu wissen, wozu.

Wir zeichnen praktisch alles auf und schaffen damit eine digitale Kopie des Planeten. Während frühere Kulturen die Klippen, über die sie stürzten, erst sahen, wenn es zu spät war, lernen wir gerade, anhand dieser Kopie und Big Data die Tipping Points vorauszuberechnen.

Ein faszinierendes Buch, das bisher unbeschriebene Zusammenhänge und Möglichkeiten zeigt und den Blick auf die Welt und Big Data völlig verändert.“

Klappentext / Innenseite – hinten:

Univ.-Prof. Mag. DDr. Stefan Thurner, geboren 1969 in Innsbruck, ist Physiker und Ökonom. Seit 2009 ist er Professor für die Wissenschaft Komplexer Systeme an der Medizinischen Universität Wien. Seit 2015 leitet er den Complexity Science Hub Vienna (CSH). Der Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten zeichnete ihn als österreichischen Wissenschaftler des Jahres 2017 aus.“

Presseinformation des Verlags:

Wie Komplexitätsforschung helfen kann,
aus Daten nutzbares Wissen zu generieren

„Wir sind gut darin, so gut wie alle Informationen dieser Welt aufzuzeichnen und zu speichern. Doch meist werden diese Daten nicht am effektivsten eingesetzt. Die Wissenschaft komplexer Systeme kann helfen, aus Daten nutzbares Wissen zu generieren. Wissen, das verwendet werden kann, um die großen Probleme unserer Zeit zu meistern.

Der Komplexitätsforscher Prof. Dr. Stefan Thurner beschreibt in »Die Zerbrechlichkeit der Welt« (Erscheinungstermin 26.09.2020, edition a), wie wirtschaftliche und zivilgesellschaftliche Probleme in Zukunft gelöst werden könnten. Als Berater der österreichischen Regierung bei der Bewältigung der Corona-Krise hat er sich intensiv mit der Frage beschäftigt, wie sich eine Gesellschaft und jeder einzelne auf derartige Krisen vorbereiten können. Er zeigt anhand der Analysen von Billionen Daten, wie zerbrechlich die Welt geworden ist, und wie wir sie mit Hilfe von Big Data noch zur besten aller Zeiten machen können.“

„Die Zerbrechlichkeit der Welt

  • Führender Komplexitätsforscher rechnet mit »Multi-Crash« unseres Gesellschafts-systems im Jahr 2030
  • Alarmierende Analysen von Billionen von Daten
  • Neues Buch des österreichischen »Wissenschaftler des Jahres« 2017

Wien, 26. September 2020 (Presseinformation)
Es regnet drei Wochen lang heftig und das Bruttoinlandsprodukt eines Landes stürzt dramatisch ab. Eine unbedeutende Bank in Mexiko kollabiert und reißt das gesamte Finanzsystem mit sich. Ein Virus, das nur unwesentlicher gefährlicher ist als COVID-19, zerstört zunächst weltweit die Gesundheitssysteme, dann die Wirtschaftssysteme, dann die Sozialsysteme und schließlich die ganze Welt, wie wir sie kennen.

Für den Physiker und Komplexitätsforscher Prof. Dr. Stefan Thurner, österreichischer Wissenschaftler des Jahres 2017 und Chef des Complexity Science Hub Vienna, sind das mehr als Befürchtungen. Für ihn sind es Ergebnisse mathematischer Berechnungen. Denn Thurner und sein Team, das die österreichische Bundesregierung unter anderem bei der Bewältigung der Corona-Krise beriet und der seither mehreren Ländern hilft, ihre Grundversorgung für Krisenfälle digital zu managen, erhebt anhand von Billionen Daten, was in komplexen Systemen wozu führt, was sie kollabieren lässt und wie sie zu retten sind.

Alle relevanten Systeme steuern auf Kipp-Punkte zu

In seinem Buch »Die Zerbrechlichkeit der Welt – Was uns droht. Wie wir uns schützen« (ET 26.09.2020) warnt der Wissenschaftler: »Wenn Kulturen untergegangen sind, gab es dafür nie einen einzigen Grund. Es wirkten immer mehrere Faktoren zusammen. In genau dieser Situation sind wir auch derzeit. Gleich mehrere komplexe Systeme, vom Finanzsystem über die Zivilgesellschaft bis zum Ökosystem, steuern auf Kipp-Punkte zu, nach deren Überschreiten es kein Zurück mehr gibt. Die Welt, wie wir sie kennen, geht in zehn Jahren unter, wenn wir so weitermachen wie bisher, und alles deutet derzeit darauf hin, dass wir das tun.«

Für Thurner sind Wirtschafts- und Sozialwissenschaften bei der Erstellung solcher Analysen »Blabla-Wissenschaften«, deren Prognosen selten eintreffen. Er arbeitet auf rein naturwissenschaftlicher Ebene unter anderem mit Spieltheorie, Datenanalyse, nicht-lineare Dynamik, Informationstheorie, statistische Mechanik und Skalierungen. So etwa baut er anhand sämtlicher darüber vorliegender Daten ein digitales Modell einer Volkswirtschaft und berechnet damit, was unter welchen Umständen passiert. »Im Grunde sind wir in der peinlichen Situation, dass wir niemanden mehr beschuldigen können, wenn etwas schiefläuft. Denn es gilt immer: Wir hätten es wissen müssen. Wir hätten die dazu nötigen Daten gehabt und ebenso die Rechenkapazitäten, um sie auszulesen«, schreibt er.

Fortschritt als einziger Ausweg

In der Berechnung der Zukunft liegt für Thurner auch die einzige Chance, die die Menschheit noch hat, um sich zu retten. »Mit einem neuen Öko-Kommunismus und einem Zurück in die technische Steinzeit schaffen wir das nicht«, schreibt er. »Die Chance liegt vielmehr im Fortschritt. Während für frühere Kulturen die Klippe, über die sie gestürzt sind, auf einmal da war, haben wir die Möglichkeit, mit Hilfe der Wissenschaft von den komplexen Systemen in die Zukunft zu blicken und politische Entscheidungen so zu gestalten, dass wir die anstehenden Schwierigkeiten möglichst unbeschadet überstehen.«

Dass die Politik diese Chance noch rechtzeitig nützt, bezweifelt er allerdings. »Während der Corona-Krise haben Staaten erkannt, dass Daten wichtig sind, und dass sich damit einiges Sinnvolles tun lässt. Doch um die Welt noch zu retten, dürften Gesetze eigentlich nicht mehr auf Basis politischer Bauchgefühle und ähnlichem entstehen, sondern auf Basis mathematischer Analysen, die ihre Auswirkungen eindeutig zeigen. Davon sind wir leider noch sehr weit entfernt.«

Prof. Dr. Stefan Thurner, geboren 1969 in Innsbruck, ist Physiker und Komplexitätsforscher. Seit 2009 ist er Professor für die Wissenschaft Komplexer Systeme an der Medizinischen Universität Wien. Seit 2015 leitet er den Complexity Science Hub Vienna (CSH). Der Klub der österreichischen Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten zeichnete ihn 2017 als österreichischen Wissenschaftler des Jahres aus.“

Inhaltsverzeichnis:

INHALT

Kapitel 1: Eine fantastische Chance
Kapitel 2: Die faszinierende Welt der komplexen Systeme
Kapitel 3: Die Zerbrechlichkeit von komplexen Systemen
Kapitel 4: Die Zerbrechlichkeit des Finanzsystems
Kapitel 5: Die Zerbrechlichkeit des Planeten
Kapitel 6: Die Zerbrechlichkeit der Zivilgesellschaft
Kapitel 7: Gefangen im Dilemma oder Schritte nach vorne?

Eine Leseprobe:

„…

Kapitel 1: Eine fantastische Chance

Die Welt ist ein komplexes System, das aus vielen anderen miteinander interagierenden komplexen Systemen besteht. Die Wissenschaft beginnt, das zu verstehen. Damit könnten wir die aktuellen großen Probleme aus eigener Kraft lösen. Wir müssen es nur wollen.

Die Wissenschaft hat in Kombination mit der Möglichkeit, immer mehr Daten zu sammeln und im Prinzip alle Informationen auf dem Planeten abrufbereit zur Verfügung zu haben, erstmals die Voraussetzungen dafür, Tipping Points im Vorhinein zu sehen. Wir wissen inzwischen mit Sicherheit, dass sie tatsächlich existieren und dass es keinen Sinn macht, ihre Existenz zu verleugnen. Wir sehen das zum Beispiel eindrücklich im Zusammenhang mit der Klimaerwärmung. Das Zusammenspiel von Wissenschaft und globalem Datenmonitoring erlaubt uns erstmals zu sehen, worauf wir im Nebel zusteuern.

Die Vorstellung, dass wir mit Fortschritt, Wissenschaft, der positiven Nutzung von Daten und insbesondere mit der digitalen Kopie des Planeten die „großen Probleme“ erkennen und lösen werden, ohne dass unsere Nachkommen dafür bitter bezahlen müssen, ist die positive Perspektive dieses Buches. Sie handelt von der realistischen Möglichkeit, uns als globale Gesellschaft auf eine Weise neu zu erfinden, sodass wir den Untergang vermeiden. Wir sind nach wie vor weit davon entfernt, die „großen Probleme“ zu lösen, und es bleibt weiterhin ungewiss, ob wir es schaffen werden, bevor einige Systeme die Tipping Points erreichen. Aber wir können und sollen es versuchen, mutiger und bewusster als bisher. Denn es besteht eine echte Chance.

Dass sich zehntausende Wissenschaftler mit Ärzten, Entscheidungsträgern, Sozialarbeitern und Ökonomen organisieren und zusammenarbeiten können, um ein praktisches Problem zu lösen, haben wir in der Corona-Krise eindrucksvoll gesehen. Ohne den Beitrag der Wissenschaft und ihren Möglichkeiten, weltweit Daten zu sammeln, auszuwerten und in konkrete Handlungsanweisungen zu übersetzen, hätte das Virus vermutlich unsere Gesundheitssysteme grenzenlos überlastet und Millionen von Menschen das Leben gekostet. Die Botschaft ist klar: Um den durchaus möglichen Kollaps unserer Welt, ihre Verwandlung in etwas, das wir bestimmt nicht haben möchten, abzuwenden, sollten wir alles tun, um die Kipp-Punkte der entscheidenden Systeme besser identifizieren zu lernen. Das schaffen wir ausschließlich mit Wissenschaft und Forschung in Kombination mit Big Data. Egal was es kostet, der Kollaps ist teurer. Er ist unbezahlbar teuer. …

Kapitel 2: Die faszinierende Welt der komplexen Systeme

Wir sind auf dem Weg, so gut wie alle Informationen dieser Welt aufzuzeichnen und zu speichern. Wir wissen aber oft noch nicht genau, was wir damit anfangen sollen. Die Wissenschaft Komplexer Systeme kann helfen, aus Daten nutzbares Wissen zu generieren. Wissen, das wir zukünftig verwenden können, um die großen Probleme unserer Zeit zu meistern.

Kapitel 3: Die Zerbrechlichkeit von komplexen Systemen

Systeme kollabieren, manche blitzartig. Oft geschieht das über Kettenreaktionen, bei denen winzige Ursachen riesige Auswirkungen haben.

Kapitel 4: Die Zerbrechlichkeit des Finanzsystems

Auch das Finanzsystem ist komplex und damit vor einem Kollaps nicht gefeit. Gleichzeitig ist es eine Säule unserer globalisierten Gesellschaft. Sein Kollaps kann deshalb riesige Folgen über Jahrzehnte hinweg für uns alle haben. Während Ökonomen bisher mit ihren Annahmen und Prognosen oft noch im Dunklen tappten, können wir heute mit Hilfe von Daten und Algorithmen erstmals das Kollapsrisiko beziffern, die gefährlichsten Akteure identifizieren und das Finanzsystem sicherer machen, viel sicherer. Noch können wir die Finanz- und Wirtschaftskrisen nicht in die Vergangenheit verbannen. Dafür ist noch eine Bewusstseinsbildung notwendig: Mit der Wissenschaft der Komplexen Systemen wird die Ökonomie von einer Geisteswissenschaft zu einer datenbasierten Wissenschaft von Netzwerken.

Kapitel 5: Die Zerbrechlichkeit des Planeten

Ökosysteme bestehen aus vielen miteinander verwobenen Netzwerken. Als solche sind sie stabil und anpassungsfähig, aber nur bis zu einem gewissen Grad. Auch sie haben Tipping Points, an denen sie kollabieren. Die menschengemachte Erderwärmung bringt diese Netzwerke gleichzeitig an mehrere dieser Tipping Points. Die Wissenschaft lässt uns die katastrophalen Folgen des Klimawandels bereits sehen, doch wir tun nicht genug, um uns zu retten. Der Grund dafür ist, dass wir unsere sozialen und sozio-ökonomischen Netzwerke umgestalten müssten. Und das ist schwierig.

Kapitel 6: Die Zerbrechlichkeit der Zivilgesellschaft

Unsere Zivilgesellschaft baut wie jede Gesellschaft auf Spielregeln auf Diese beruhen auf demokratischen und egalitären Werten. Innerhalb dieser Regeln organisiert sich die Gesellschaft selbst. Das komplexe System, das dabei entsteht, bringt noch nie dagewesene Freiheit und Wohlstand hervor. Doch auch dieses System bewegt sich auf Tipping Points zu. Überschreiten wir sie, entsteht eine andere Welt.

Kapitel 7: Gefangen im Dilemma oder Schritte nach vorne?

Unser Wissen über miteinander verbundene, dynamische Netzwerke könnte ein neues Weltbild schaffen. Eine stimmige Möglichkeit, die Welt zu verstehen, ist es schon jetzt. Die Erkenntnisse, die wir daraus ziehen, machen unmittelbar praktischen Sinn. Etwa im Hinblick auf die zwei zentralen gegenwärtigen Probleme, die Klimakrise und die Krise der Zivilgesellschaft: Wir sehen, dass wir soziale Netzwerke schnell verändern müssen, um einerseits Emissionen radikal zu reduzieren, und andererseits die sozialen Netzwerke der Zivilgesellschaft resilienter zu machen. Die Wissenschaft der komplexen Systeme lehrt uns, welche Veränderungen überhaupt möglich sind und unter welchen Umständen sie auch schnell stattfinden können. Es besteht also Hoffnung, dass wir die Folgen der Klimakrise noch rechtzeitig abwenden und die freie, offene Gesellschaft bewahren. Zumindest ist das im Prinzip möglich.

…“

Pressestimmen:

  • www.media-spider.com, 10/2020: „…“

Eigene Meinung / Beurteilung des Buches:

Fazit:


„Den möglichen Kollaps unserer Welt abzuwenden …
schaffen wir ausschließlich mit Wissenschaft und Forschung
in Kombination mit Big Data.
Egal was es kostet, der Kollaps ist teurer.
Er ist unbezahlbar teuer.“

Univ.-Prof. Mag. DDr. Stefan Thurner,
geboren 1969 in Innsbruck, ist Physiker und Ökonom.

„Selbstverständlich gibts noch andre Welten,
müssen wir darum die eigene kaputt machen?“

Dr. phil. Manfred Hinrich (1926 – 2015),
deutscher Philosoph, Philologe, Lehrer, Journalist,
Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller

Buchcover:

Die Zerbrechlichkeit der Welt - Was uns droht. Wie wir uns schützen - von Prof. Dr. Stefan Thurner ist erschienen bei der edition a GmbH

Die Zerbrechlichkeit der Welt – Was uns droht. Wie wir uns schützen – von Prof. Dr. Stefan Thurner ist erschienen bei der edition a GmbH


Verlag: edition a GmbH, 1. Auflage (26. September 2020).
Seitenanzahl: 224 Seiten.
Bindung: Gebundene Ausgabe.
ISBN-10: 3-99001-428-5.
ISBN-13: 978-399001-428-8.
Preis: EUR 24,00.

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