Team F

Feminismus einfach leben
12 Impulse für den Alltag

Autor: Julia Möhn
Autor: Wiebke Harms
Autor: Liske Jaax

Klappentext:

Feminismus einfach leben. 12 Impulse für den Alltag
(Einfache Schritte für mehr female empowerment im Alltag)

Feminismus für jeden Tag! 12 Impulse für mehr female empowerment im Alltag

“ … »Wir brauchen vier Umarmungen am Tag zum Überleben, acht Umarmungen am Tag zum Leben und 12 Umarmungen am Tag zum innerlichen Wachsen« – so die These der Psychotherapeutin Virginia Satir. Jeden Tag 12 Umarmungen. Klingt das nicht schon nach einem guten Versprechen? Aber wie müssten diese 12 Umarmungen beschaffen sein, damit sie uns Frauen helfen, voranbringen, unterstützen, gut tun?

Wiebke Harms, Julia Möhn und Liske Jaax stellen in diesem Buch 12 Impulse vor, mit denen Frauen sich in ihrem Alltag gegenseitig unterstützen und stärken können: Zum Beispiel mit Komplimenten an der Fahrradampel, Empathie ohne Erklärmanie, radikaler Ehrlichkeit und dem Schaffen eines Sicherheitsnetzes. Denn Solidarität, Gemeinschaft und Zusammenhalt lebt und erlebt man am besten täglich, um kleine Herausforderungen des Lebens und große gesellschaftspolitische Fragen besser bewältigen und verändern zu können und Feminismus einfach zu leben.

Die 12 Impulse sind eine Antwort auf die Frage: Was können wir jetzt tun? Ein feministischer Call-to-action-Plan, der im Kleinen oder im Großen funktioniert. Im Job und im Privaten. Die 12 Impulse befreien uns von dem Gefühl der Machtlosigkeit und helfen uns, ins Handeln zu kommen.

»Wir glauben daran, dass Frauen, wenden sie einige der Impulse an, eine Veränderung in ihrem Umfeld erzeugen können. Frauen sollen sich durch uns gestützt und gesehen fühlen.«
… „

Presseinformation des Verlags:

Die Vielfalt und die Gemeinschaft des Feminismus feiern und stärken

„Gelebter Feminismus ist im Alltag manchmal gar nicht so leicht.
Und gleichzeitig ganz leicht umzusetzen.

Mit ihrem Buch »Team F« geben die Autorinnen Julia Möhns, Wiebke Harms und Liske Jaax in 12 Kapiteln Impulse, mit denen sich Frauen in ihrem Alltag unterstützen und stärken können. In Kapiteln wie »Hör ihr zu«, »Lass mal drücken« und »Verteile Lob« zeigen sie szenische Darstellungen aus dem Alltag auf, erläutern die IST-Situation in der heutigen Gesellschaft und beziehen sich dabei sowohl auf private Erfahrungen als auch auf journalistische Erkenntnisse, wissenschaftliche Studien und Coachings. Jedes Kapitel enthält dabei schnell umzusetzende Ratschläge, wie wir Feminismus in unserem Alltag leben können und nicht nur uns, sondern auch allen Frauen in unserer Umgebung gut tun.

Dieses Buch ist eine Antwort auf die Frage, was wir jetzt tun können, um unseren Alltag gerechter zu machen und das Gemeinschaftsgefühl und das Selbstwertgefühl jeder Frau zu
stärken.

Die Autorinnen sind Fachfrauen für Feminismus und Frauensolidarität.

Julia Möhn schreibt unter anderem für die WELT und die EMOTION und organisiert Konferenzen wie beispielsweise den EMOTION Women’s Day.

Wiebke Harms ist freie Journalistin – unter anderem für die EMOTION, Merian und National
Geographic – und entwickelte das feministische Magazin F Mag mit.

Liske Jaax ist Journalistin in Hamburg, übernahm die Kommunikation eines Stipendienprogramms für benachteiligte Jugendliche und engagiert sich seit 2018 ehrenamtlich im Vorstand des Vereins ProQuote Medien, der sich dafür einsetzt, mehr Frauen in journalistische Führungspositionen zu bringen.

…“

»Team F«: Ein feministischer Call-to-action-Plan

„»Team F« zeigt, wie Frauen sich gegenseitig unterstützen können: Mit 12 kleinen und großen Impulsen. Im Alltag, beruflich, in der digitalen Welt und über Differenzen hinweg. Ab 01.02.2021 bei Knaur …

»Wir glauben daran, dass Frauen, wenden sie einige der Impulse an, eine Veränderung in ihrem Umfeld erzeugen können. Frauen sollen sich durch uns gestützt und gesehen fühlen.« Julia Möhn

Frauen haben uns vor allem jetzt gezeigt, wie solidarisches Verhalten das Leben verbessern kann. Sie organisierten in der Pandemie Fundraisings, politische Proteste und Nachbarschaftshilfen. Sie fanden zueinander und bündelten ihre Kräfte.

Eine schier übermächtige Ungerechtigkeit bezwingen – gemeinsam ist es möglich, Schritt für Schritt ist es machbar. Mit Vorbildern, einer Anleitung und Impulsen, mit denen wir gleich morgen in unserem Alltag starten können. Genau das ist „Team F“. Ein feministischer Call-to-action-Plan, der im Kleinen und im Großen funktioniert. Im Job und im Privaten. 12 alltagstaugliche Impulse in 12 Kapiteln helfen uns, ins Handeln zu kommen. Die 12 Impulse als Antwort auf die Frage: Was können wir jetzt tun?

Wiebke Harms, Julia Möhn und Liske Jaax zeigen, wie Frauen sich gegenseitig unterstützen und stärken können: mit Komplimenten an der Fahrradampel, Empathie ohne Erklärmanie, mit radikaler Ehrlichkeit und dem Schaffen eines Sicherheitsnetzes. Denn Solidarität, Gemeinschaft und Zusammenhalt lebt und erlebt man am besten täglich, um kleine Herausforderungen des Lebens und große gesellschaftspolitische Fragen besser bewältigen und verändern zu können. Um Feminismus einfach zu leben.

Das Buch erscheint am 01.02.2021 im Knaur-Verlag.

Die Autorinnen bieten als Einblick in ihr Buch das Content-Stück „Wie du jetzt andere Frauen unterstützen kannst – und dabei deinen eigenen Feminismus entdeckt” an. …“


Content-Stück:

Wie du jetzt andere Frauen unterstützen kannst –
und dabei deinen eigenen Feminismus entdeckst

von Julia Möhn, Wiebke Harms und Liske Jaax

  1. Hör mal zu!
    Schenke den Frauen in deiner Umgebung die Aufmerksamkeit, die ihnen gebührt. Gib Freundinnen und Kolleginnen bewusst den Raum, ihre Erfahrungen mit dir zu teilen oder sich mal auszukotzen. Denk dabei daran: Es geht gerade nicht um dich, sondern um die andere. Überlege am Ende der Woche: Wem habe ich zugehört, von wem Rat angenommen? So
    kommst du deinem inneren Patriarchat auf die Spur!
  2. Spann ein Netz
    In der Corona-Pandemie mussten wir einmal mehr sehen, dass vieles an Frauen und vor allem an Müttern hängenbleibt. Biete, wo du kannst, deine Hilfe an, um akute Not zu lindern: im Zweifelsfall mit Fresspaketen oder digitalen Vorlesesessions für Kinder. Das ändert erstmal nichts am System, kann aber über die Woche retten.
  3. Halt, zusammen!
    Einzelkämpferinnen kommen nicht so weit wie eine Gruppe. Tausche dich mit anderen
    Frauen darüber aus, wofür sie kämpfen – Ihr werdet Differenzen und Gemeinsamkeiten zwischen euch entdecken. Beide können euch zusammen stärker machen. Und mit deiner Unterstützung wird ihr Anliegen größer.
  4. Ändere die Regeln
    Insbesondere im Beruf fällt uns immer wieder auf, dass Frauen überhört werden. In Meetings können klare Regeln helfen, zum Beispiel indem Entscheidungen einstimmig getroffen werden, statt der Mehrheit zu folgen. Bedenken kommen so eher zur Sprache. Wenn du kannst, versuche an den Regeln zu schrauben.
  5. Gut gesagt
    Das Patriarchat sitzt tief in unserer Sprache. Das merken wir an den seit Jahren über Binnen-Is und Sternchen geführten Debatten (»Mit der männlichen Form sind doch alle gemeint?!« – Sehen wir anders). Noch kniffeliger ist es zu entlarven, wo die Alltagssprache Frauen abwertet. Bleib der Sprache auf der Spur! Indem du beispielsweise vermeintliche Anerkennung hinterfragst, der eine Einschränkung folgt à la »sieht gut aus für ihr Alter« oder Konstruktionen wie »Power« – und Karrierefrauen, die weiblichen Erfolg zu etwas Abnormalen erklären.

Eine Leseprobe:

EINLEITUNG

„Es ist eines unserer Lieblings­-GIFs1, vielleicht kennst du es auch: Eine Frau zieht eine andere hoch, diese hilft ihr mit einer Räuberleiter weiter nach oben, die nächste kommt, ein prächtiger Reigen in Pastell beginnt. Es wirkt ein bisschen wie ein Trainingscamp für Superheldinnen. Sie bauen einander auf. Sie bauen aufeinander auf. Aber: Es ist nur ein GIF. Wie auch »Run the world (Girls)« von Beyoncé nur ein Song ist, wenn auch ein fantastischer. Und Wonder Woman von Patti Jenkins nur ein Film, wenn auch ein wundervoller. Wo finden wir Superheldinnen in unserem wirklichen Leben? Wo nehmen wir selbst die Superkräfte her?

Nötig hätten wir sie.

Schauen wir auf Deutschland: Frauen können hier seit hun­dert Jahren wählen, aber im Bundestag ist ihr Anteil so niedrig wie seit dreißig Jahren nicht mehr. Frauen erzielen so hohe Bildungsabschlüsse wie noch nie, aber nur etwa zehn Prozent von ihnen ver­dienten 2019 mehr als zweitausend Euro netto. Mehr Frauen als je­mals zuvor in der Nachkriegsgeschichte arbeiten, aber im Schnitt erhalten sie zwanzig Prozent weniger Lohn als die Männer. Wenn wir auf bestimmte Frauengruppen schauen, trübt sich das Bild noch weiter ein: Muslimische Frauen mit Kopftuch müssen vier­mal so viele Bewerbungen schreiben wie andere Anwärterinnen mit gleicher Qualifikation, um zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden.

Schauen wir auf Familien: Zwar nehmen immer mehr Väter Elternzeit, aber während Frauen 2016 im Schnitt beinahe zwölf Monate zu Hause blieben, waren es bei den Männern gerade einmal gut drei. Mütter verdienen in Deutschland auch zehn Jahre nach der Geburt ihres ersten Kindes im Schnitt noch 61 Prozent weniger als im Jahr vor der Geburt. Nach einer Trennung ist das Armutsrisiko für Frauen groß. 38 Prozent der Einelternfamilien waren 2018 auf Leistung zur Grundsicherung angewiesen. 2020 gab es 2,2 Millionen alleinerziehende Mütter, aber nur vierhunderttausend Väter.

Schauen wir auf die Welt: Die Corona­-Krise hatte und hat für Frauen verheerende Konsequenzen. Die Fälle häuslicher Gewalt sind weltweit gestiegen, die UN rechnete bei einem sechsmonati­gen Lockdown mit 31 Millionen zusätzlichen Fällen. Frauen verlo­ren ihren Zugang zur Verhütung, ihre Ersparnisse, Mädchen die Chance, zur Schule zu gehen.

Wir sind überfordert, gestresst, unsere Bedürfnisse werden marginalisiert, Frauen in der digitalen und analogen Öffentlichkeit werden angegriffen und bedroht. Wir kommen kaum voran und müssen manchmal zurückweichen, weil wir dem Druck nicht standhalten können. Solidarität bleibt oft abstrakt, wir fühlen uns allein und verunsichert.

Das große Wort »Feminismus« haben wir uns lange als Riesenschirm vorgestellt, unter dem sich alle Frauen versammeln können. Doch so weit sind wir noch nicht. Chimamanda Ngozi Adichie – Autorin des tollen Buchs Mehr Feminismus!2 – sagte in einem Gespräch auf dem Hay­-Festival: »Es spielt keine Rolle, dass Menschen ›Feminismus‹ auf ihrem T­Shirt stehen haben oder Beyoncés Song hören, es ist immer noch ein Wort, das starke Ablehnung erfährt.«3

Und es ist eben nur ein Wort; ein großes, wichtiges Wort natürlich, aber solange wir es nicht mit Leben füllen, können wir unsere Pullover mit den »The future is female«­Aufdrucken im Schrank lassen. Wie kommen wir zu Taten, die lauter sprechen als Worte? Beziehungsweise, was hält uns von diesen Taten ab?

In den vergangenen Monaten war es so, dass wir in viele verschiedene Richtungen gestürmt sind, lauter und wütender als zuvor. Nicht ein Feminismus, viele Feminismen. Julia stürmte los, als sie sah, wie rollenstereotyp die Belastungen in der Corona­-Zeit verteilt waren: Frauen konnten weniger bezahlte Arbeit leisten, sie kümmerten sich mehr um die Kinder, sie verdienten weniger und bekamen für ihre Leistungen keine Anerkennung, sondern ein »Hast du dir doch selbst so ausgesucht«. Wiebke ging zu den Solidaritätsprotesten für die Black­-Lives-­Matter­-Bewegung und lernte einmal mehr, dass das große »Wir« in ihrem Feminismus viel zu oft noch ein »wir weiße* Frauen« war. Liske konterte Hasskom­mentare im Internet, statt sie stehen zu lassen, und bot Betroffenen Hilfe an. Denn Anschläge wie in Hanau und Halle zeigten immer deutlicher: Es reicht nicht mehr, nur zu denken »Ich bin gegen rechts«. Wir müssen laut werden, wenn rassistische und frauen­feindliche Parolen salonfähig und immer mehr Frauen mit dem Leben bedroht werden, wenn sie ihre Meinung öffentlich äußern.

Bleibt die Frage: Was können wir jetzt tun?

Vielleicht, zum Start, sollten wir die Vielfalt des Feminismus feiern, anstatt auf die Unterschiede zu starren und uns nicht mehr zu bewegen, weder nach vorne noch aufeinander zu. Denn auch das ist uns in den vergangenen Jahren klar geworden: Uns bringt nicht der kleinste gemeinsame Nenner weiter, sondern die größte gemeinsame Offenheit. Die großartige britische Autorin Caitlin Moran hat 2020, knapp zehn Jahre nach ihrem Buch How to be a Woman, das Buch More than a Woman veröffentlicht. Im Guardian schreibt sie:

Von meinem 45 Jahre alten Hexenthron aus, auf dem ich gesehen habe, wie der Feminismus abebbte, aufwallte und wieder zurückging, möchte ich alle noch einmal an den wichtigsten, großartigsten, manchmal aber auch frustrierendsten Aspekt des Feminismus erinnern: Er ist keine Wissenschaft. Er hat keine Regeln. Auch heute noch ist er nichts anderes als ein Konzept, das von Millionen von Menschen über Jahrhunderte hinweg geschaffen wurde. Und es kann nur überleben, wenn die nächste Generation sich in der Lage fühlt, frische Ideen zu entwickeln, Fragen zu stellen, Fehler zu machen und das Konzept immer wieder neu zu erfinden, sodass wir die nächste Welle des Feminismus lostreten können. Und noch eine. Und noch eine.4

Deshalb gibt dieses Buch nicht nur eine Antwort auf die Frage, was wir jetzt tun können, sondern zwölf. Denn die gewünschten Superkräfte schlummern schon in uns. Bevor wir erklären, wie wir sie wecken und entfalten können, müssen wir kurz erzählen, wie die magische Zahl zwölf in unser Leben kam.

»Wir brauchen zwölf Umarmungen am Tag.« Dieser Satz stammt von der amerikanischen Psychotherapeutin Virginia Satir. Ihre These: »Wir brauchen vier Umarmungen am Tag zum Über leben, acht Umarmungen am Tag zum Leben und zwölf Umarmungen am Tag zum innerlichen Wachsen.« Zum ersten Mal gehört haben wir diesen Satz auf einem Frauenbarcamp, einer Veranstaltungsform, die wir besonders mögen: Die Teilnehme rinnen bestimmen selbst, worüber sie sprechen wollen, von Politik über Menstruation bis Aktivismus auf Instagram oder Frauenfreundschaften.

Inneres Wachstum ist genau das, was wir verspüren, wenn wir uns auf solchen Veranstaltungen oder in Videokonferenzen mit Gleichgesinnten austauschen und verbinden. Die Kraft der Gruppe, der Gemeinschaft ist fast greifbar. Leider ist sie auch flüchtig. Wie speichern und transportieren wir diese Energie, wie verwandeln wir sie in eine Superkraft für jede Frau? Schließlich brauchen wir sie nicht nur dann, wenn wir zusammensitzen und diskutieren, sondern in den Momenten, in denen wir auf Widerstände stoßen.

Wie die ruhende Hand auf der Schulter, die einen ermutigt, den Weg weiterzugehen, auch wenn man gerade ganz alleine dasteht.

Stellvertretend für die zwölf Umarmungen haben wir uns zwölf Impulse überlegt, mit denen Frauen sich gegenseitig unterstützen können. Darin eingegangen sind private Erfahrungen, journalistische Erkenntnisse, Instrumente aus der Community­-Arbeit, aus dem Coaching. Wir drei Autorinnen treffen bei unserer Arbeit als Journalistinnen immer wieder die realen Superheldinnen. Dieses Buch soll auch ihre Bühne sein.

Wir haben mit Frauen gesprochen, die mit uns großzügig ihre Erfahrungen teilen und Empfehlungen aussprechen. Sie sind sich keinesfalls in allem einig, divers in Background und Haltung. Denn wirklich voran kommen wir nur, wenn wir mehr sehen als die eigene Perspektive, die stets nur ein begrenztes Stück der Realität zeigen kann. Eine Wahrnehmung, die gefärbt ist von den eigenen Erfahrungen und Erlebnissen. Dieser blinden Flecken müssen wir uns bewusst sein. Wir hoffen, dass es für unsere Leser*innen funktioniert wie für uns selbst: Die Feminismen von anderen Frauen kennenzulernen bereichert. Und zu erfahren, wo überall Feminismus wirksam sein kann, macht stark.

Wir haben Ideen gesammelt, die in den verschiedensten Lebensmomenten helfen, im Privaten, in der Öffentlichkeit wie bei der Arbeit: auf dem Sofa, dem Spielplatz, im Sportverein, am Schreibtisch. Herausgekommen ist ein Call­-to-­action-­Plan, den jede von uns für sich zusammenstellen und anwenden kann.

Einiges wirst du vielleicht unbewusst schon längst tun. Unser Alltag ist alles andere als banal – jede kleine Aktion hebt uns ein Stück weiter aus dem Gefühl der Machtlosigkeit. Diese Impulse bringen uns einander näher, sie schaffen Öffentlichkeit oder helfen, geben Kraft, schweißen zusammen, motivieren zum Weitermachen. Weil es weitergehen muss. Weil auch wir uns in den letzten Jahren immer wieder von Frauen umarmt gefühlt haben und weil uns das stärker gemacht hat. Stärker, weil eine Umarmung ausdrückt: »Ich sehe dich.« Solche Anerkennung hat uns aber auch ermutigt, und zwar für das einzutreten, was wir wollen und was für Frauen immer noch so nötig ist. Wir können die Geschichte nur verändern, wenn wir das Narrativ verändern – und das war bis jetzt meist männlich, weiß und privilegiert.

Für Veränderungen brauchen wir nach wie vor einen langen Atem, wir brauchen Durchhaltevermögen und das Bewusstsein, dass wir gegen das angehen, was die Gesellschaft von Frauen er­wartet. Und genau das – Strukturen zu hinterfragen, mit Stereotypen zu brechen – geht einher mit Unverständnis, Ablehnung, vielleicht sogar Anfeindungen. Wir wollen mit diesem Buch zeigen, dass sich unser Weg trotz der Mühen lohnt. Dass eine bessere Welt möglich ist – eine gerechtere. Dass wir andere Frauen nicht nur sehen, sondern dass sie uns stärken. Und wir ihnen Kraft zurückgeben können.

Aber: Es liegt nicht allein in unseren Händen. Wer die Umstände kleinredet und behauptet, es sei an jeder Frau, sich nicht als »Opfer« zu fühlen, »sich halt mal anzustrengen«, ignoriert Fakten, Zahlen und Studien. Es ist das System, das geändert werden muss. Es sind Strukturen, die geändert werden müssen, doch das wird nur passieren, wenn wir immer weiter auf das zeigen, was schief­läuft, und uns für Veränderung einsetzen. Wir können Teams bilden, große, kleine, stete Verbindungen und kurze gemeinsame Momente, in denen wir füreinander da sind. Denn wir drei Autorinnen sehnen uns nach Gemeinschaft. Du dich auch? Dann haben wir eine Idee:

Join the Team F*.

* Das F steht für Feminismus.
…“

Pressestimmen:

  • www.media-spider.com, 03/2021: „…“

Eigene Meinung / Beurteilung des Buches:

Fazit:


„Der Feminismus emanzipiert sich von
der Gleichberechtigung von Mann und Frau.“

Reiner Klüting (*1955),
deutscher Gymnasiallehrer und Aphoristiker.

Buchcover:

Team F - Feminismus einfach leben - 12 Impulse für den Alltag - von Julia Möhn, Wiebke Harms und Liske Jaax ist erschienen bei der Verlagsgruppe Droemer Knaur GmbH & Co. KG

Team F – Feminismus einfach leben – 12 Impulse für den Alltag – von Julia Möhn, Wiebke Harms und Liske Jaax ist erschienen bei der Verlagsgruppe Droemer Knaur GmbH & Co. KG


Verlag: Knaur TB (1. Februar 2021).
Seitenanzahl: 240 Seiten.
Bindung: Broschierte Ausgabe.
ISBN-10: 3-426-21484-9.
ISBN-13: 9-783426-21484-8.
Preis: EUR 14,99.

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
Bitte erlaube Cookies, indem du auf Übernehmen im Banner klickst.

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
Bitte erlaube Cookies, indem du auf Übernehmen im Banner klickst.

Dieser Beitrag wurde unter Sachbücher abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.

Weitere interessante Fachartikel

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)
Loading...