Florian wird zum Partylöwen

JULIUS-CLUB dreht einen Film, der für das Lesen werben soll – das Ergebnis ist ab Oktober auf YouTube zu sehen

»Lüneburg: Florian ist so wütend: Warum muss alles so kompliziert sein, seit seine Schwester Sarah an Krebs erkrankt ist? Warum zählen seine eigenen Wünsche gar nicht mehr? Die verkorkste Feier mit Kuchen, Kerzen und Verwandten zu Sarahs Geburtstag im Krankenhaus bringt das Fass zum Überlaufen: Flo brennt durch – ins Ferienlager seines Fußballclubs. Wild entschlossen, richtig Party zu machen …

Der Jugendroman „Durchgebrannt“ von Kristina Dunker ist die Vorlage für Filmszenen, die jetzt Teilnehmer des JULIUS-CLUBS drehten. Julius steht für „Jugend liest und schreibt“ und ist ein Projekt der VGH-Stiftung und der Büchereizentrale Niedersachsen, das in 44 öffentlichen Bibliotheken Niedersachsens stattfindet. Die Jugendbücherei Lüneburg nimmt zum vierten Mal teil.

Das Projekt soll neben Lesekompetenz Ausdrucksfähigkeit und Textverständnis stärken. Der JULIUS-CLUB will junge Leseratten ansprechen, aber vor allem auch Jungen und Mädchen begeistern, die zum Lesen einen zusätzlichen Anreiz brauchen. Der Fünfminüter, der am Ende aus den Drehaufnahmen zusammengeschnitten wird, soll ab Oktober auf dem Internetportal YouTube ebenfalls fürs Lesen werben.

Nur einen Tag hatten die Akteure Zeit, die verschiedenen Sequenzen in den Kasten zu bekommen. Unterstützt wurden sie bei der Regieführung, Kamera- und Tonaufnahmen von drei Studenten der Hochschule Hannover aus dem Fachbereich Fernsehjournalismus.

Die Hauptrolle ergatterte der 13-jährige Christopher Friedrich, der bereits erste „Schauspiel-Erfahrungen“ bei einem Einschulungsstück an der Grundschule Melbeck gemacht hatte. „Da habe ich einen Polizisten gespielt.“ Für die Rolle des ausgebüxten Florians musste er sich noch mehr anstrengen, denn schon in der ersten Szene in der Bücherei und im dortigen Vorgarten musste er wutentbrannt den Entschluss fassen, seinen Eltern 500 Euro zu stehlen, um verbotenerweise seinen Kumpels ins Camp zu folgen. Seine schwerkranke Schwester wird von Sonja Mai dargestellt: „Ich sollte nur traurig gucken, aber das war besonders hart, weil ich ständig lachen musste“, erzählt sie.

Die nächste Szene spielt am „Strand“, wofür die Sandfläche auf dem Campingplatz Rote Schleuse als Drehort ausgewählt wurde. Hier feiern die Jugendlichen mit Bier, bis einer von ihnen volltrunken umfällt. „Natürlich sind die Flaschen leer“, versichert die Bibliothekarin Antje Bechly, die gemeinsam mit Petra Klinschpahn-Beil von der VGH-Stiftung das Projekt betreut. „Seit dem Start am 4. Juli haben wir bereits eine Radio- und Schreibwerkstatt veranstaltet. Statt einer Geschichte wurde beim dreitägigen Schreiben von den Jugendlichen das Skript für den Film entwickelt.“«1)

1) Quelle: LZ, ina, 4. September 2012

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