Die kleinste gemeinsame Wirklichkeit

Wahr, falsch, plausibel –
die größten Streitfragen wissenschaftlich geprüft

Autor: Dr. Mai Thi Nguyen-Kim

Klappentext:

Fakten gegen Fakes!

„Hilft Schulmedizin immer besser als alternative Methoden? Warum denken (und verdienen) Männer und Frauen unterschiedlich? Sind Tierversuche vertretbar? Und Impfungen sicher? Nicht erst seit Corona sind Fragen aus der Wissenschaft auch gesellschaftlich heftig umstritten. Aber die Grenze zwischen notwendiger Skepsis und Verschwörungsmythen verschwimmt oft. Deswegen widmet sich die bekannte Wissenschaftsjournalistin und Bestsellerautorin Mai Thi Nguyen-Kim nun brennenden Themen unserer Gegenwart – fundiert, verständlich, unterhaltsam.

Ihre Devise: nicht weniger streiten, nur besser. Und dafür braucht es die kleinste gemeinsame Wirklichkeit.“

„Eine großartige Anwältin von Fakten und Vernunft.“ Claus Kleber

Fakten gegen Fakes!

„Die bekannte Wissenschaftsjournalistin Dr. Mai Thi Nguyen-Kim untersucht mit analytischem Scharfsinn und unbestechlicher Logik brennende Streitfragen unserer Gesellschaft. Mit Fakten und wissenschaftlichen Erkenntnissen kontert sie Halbwahrheiten, Fakes und Verschwörungsmythen – und zeigt, wo wir uns mangels Beweisen noch zurecht munter streiten dürfen.

Themen:
Die Legalisierung von Drogen, Videospiele, Gewalt, Gender Pay Gap, systemrelevante Berufe, Care-Arbeit, Lohngerechtigkeit, Big Pharma vs. Alternative Medizin, Homöopathie, klinische Studien, Impfpflicht, die Erblichkeit von Intelligenz, Gene vs. Umwelt, männliche und weibliche Gehirne, Tierversuche und von Corona bis Klimawandel: Wie politisch darf Wissenschaft sein?

Fakten, wissenschaftlich fundiert und eindeutig belegt, sind Gold wert. Gerade dann, wenn in Gesellschaft und Politik über Reizthemen hitzig gestritten wird, braucht es einen Faktencheck, um die Dinge klarzustellen und Irrtümer und Fakes aus der Welt schaffen. Leider aber werden Fakten oft verkürzt, missverständlich präsentiert oder gerne auch mit subjektiver Meinung wild gemischt. Ein sachlicher Diskurs? Nicht mehr möglich. Dr. Mai Thi Nguyen-Kim räumt bei den derzeit beliebtesten Streitthemen mit diesem Missstand auf.

Bestechend klarsichtig, wunderbar unaufgeregt und herrlich kurzweilig ermittelt sie anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse das, was faktisch niemand in Abrede stellen kann, wenn es beispielsweise um Erblichkeit von Intelligenz, Gender Pay Gap, Klimawandel oder Legalisierung von Drogen geht. Mai Thi Nguyen-Kims Suche nach dem Kern der Wahrheit zeigt dabei nicht nur, was unanfechtbar ist und worauf wir uns alle einigen können. Mehr noch: Sie macht deutlich, wo die Fakten aufhören, wo Zahlen und wissenschaftliche Belege fehlen – wo wir also völlig berechtigt uns gegenseitig persönliche Meinungen an den Kopf werfen dürfen.

Ein spannender und informativer Fakten- und Reality-Check, der beste Bullshit-Detektor für unsere angeblich postfaktische Zeit.“

Presseinformation des Verlags:

Fakten gegen Fakes!
Mai Thi Nguyen-Kim macht Schluss mit Halbwahrheiten

Verlagsgruppe Droemer Knaur

Fakten gegen Fakes! Mai Thi Nguyen-Kim macht Schluss mit Halbwahrheiten

„Verlagsgruppe Droemer Knaur – 01.02.2021:
Ein spannender und informativer Fakten- und Reality-Check für unsere angeblich postfaktische Zeit.

Hilft Schulmedizin immer besser als alternative Methoden? Warum denken (und verdienen) Männer und Frauen unterschiedlich? Wie politisch darf Wissenschaft sein? Sollte man Drogen legalisieren? Sind Tierversuche vertretbar? Und Impfungen sicher? Nicht erst seit Corona sind Fragen aus der Wissenschaft auch gesellschaftlich heftig umstritten. Aber die Grenze zwischen gesunder Skepsis und Verschwörungsmythen verschwimmt oft.

Die bekannte Wissenschaftsjournalistin und Bestsellerautorin Mai Thi Nguyen-Kim widmet sich den brennenden Themen unserer Gegenwart. Auf Grundlage neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse zeigt sie, was wahr, was falsch und was plausibel ist. Mit anderen Worten: Was stimmt denn eigentlich und wo sollten wir uns noch richtig streiten, um auf die beste Lösung zu kommen? Sie prüft Streitfragen auf Herz und Nieren, mit Daten unterfüttert, leicht zu lesen und garantiert frei von Bullshit. Ihre Devise: nicht weniger streiten, nur besser – und genau dafür braucht es die kleinste gemeinsame Wirklichkeit.

Dr. Mai Thi Nguyen-Kim ist promovierte Chemikerin und Wissenschaftsjournalistin. Sie moderiert im WDR die Wissenssendung Quarks und produziert den mehrfach ausgezeichneten YouTube-Kanal maiLab, u. a. mit dem Grimme Online Award 2018. Im selben Jahr erhielt sie den Georg-von-Holtzbrinck-Preis für Wissenschaftsjournalismus, 2019 folgte der Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis, 2020 die Goldene Kamera und das Bundesverdienstkreuz.“

Eine Leseprobe:

VORWORT

»Vielleicht macht sie ja später mal so etwas wie Ranga Yogeshwar«, sagte mein Mann zu meinem besorgten Vater, um ihn zu trösten. Es war Anfang 2017, ich hatte gerade ein attraktives Jobangebot als Laborleiterin bei BASF abgelehnt, weil mir Bauch und Kopf in ungewohnt klarer Allianz sagten, dass ich eine Karriere in der Wissenschaftskommunikation versuchen musste. Die zunehmend verschwimmende Grenze zwischen Fakten und Meinungen, die Informations- und Desinformations-überflutung in sozialen Medien und die scheinbar unerschütterliche Realitätsfeindlichkeit mancher Menschen, die die Erde für flach oder Viren für nicht existent erklärten (ja, das gab es auch schon vor Corona), waren für mich tatenlos kaum auszuhalten. Ich musste etwas tun, mitmischen, mitreden – ich brauchte wenigstens das Gefühl, aktiv etwas für Wissenschaftlichkeit und Wahrhaftigkeit zu tun, und sei es auch nur ein kleines bisschen. Meinem Vater leuchtete das irgendwie ein, er konnte nur nicht ganz begreifen, wie »über Wissenschaft reden« ein echter Beruf sein sollte. »Ranga Yogeshwar? Ja, das wäre natürlich toll«, antwortete er mit einem müden Lächeln, »aber ihr wisst doch selbst, wie unwahrscheinlich das ist.«

Ja, wussten wir. Mehr noch – wenn man mir damals in einer Glaskugel das Jahr 2020 gezeigt hätte, hätte ich wahrscheinlich kalte Füße bekommen. Damals beschwerte ich mich noch bei jeder Gelegenheit darüber, wieso in den Polittalkshows und in Nachrichten-sendungen Stimmen aus der Wissenschaft so skandalös unterrepräsentiert waren. 2020 konnte sich keine deutsche Talkshow mehr ohne wissenschaftliche Experten blicken lassen. Die Frage »Wer ist dein Lieblingsvirologe?« gehörte nun zum Small-Talk-Repertoire. Und als sich die BILD mit Christian Drosten anlegte, war das irgendwie auch nur ein Zeichen dafür, wie einflussreich wissenschaftliche Stimmen plötzlich geworden waren. Als Wissenschaftsjournalistin schwirrte mir da manchmal der Kopf. An einem Tag wollte Attila Hildmann mich zu einer Anzeige provozieren, am nächsten kam eine subtil drohende Mail von einem namenhaften Virologen mit Anwalt im CC. Noch bin ich mir nicht sicher, ob die Corona-Pandemie die bisher beste oder die bisher schwierigste Zeit für die öffentliche Wahrnehmung von Wissenschaft ist. Nur eine Sache ist mir klarer als je zuvor: Dass wir uns immer mehr von einem gemeinsamen Verständnis von Wirklichkeit entfernen, das müssen wir dringend ändern.

Dass Tatsachen, Meinungen, Fantasien und Ängste zu einer großen Matschepampe vermischt werden, ist nicht nur schlecht für die Wissenschaft, sondern auch für unsere Debattenkultur. Als Kind hatte ich einen kleinen Metallfrosch, den man hüpfen lassen konnte, indem man ihn mit einer Schraube aufzog. Doch die Schraube klemmte, sodass der Frosch erst nach einem leichten Anstupser lossprang. Einer meiner Lieblingsstreiche war es, den Frosch bis zum Anschlag aufzuziehen, ihn vorsichtig hinzustellen und dann meinen großen Bruder zu bitten, mir den Frosch aufzuziehen. Sobald mein Bruder den Frosch berührte, sprang ihm dieser plötzlich entgegen oder ins Gesicht, und mein lieber Bruder tat jedes Mal so, als würde er sich zu Tode erschrecken, während ich mich lachend und schreiend auf dem Boden wälzte.

Heute kommt es mir so vor, als seien wir überall von aufgezogenen Fröschen umgeben, die beim leichtesten Anstupsen explodieren. Das Internet hat nicht nur dazu geführt, dass jede und jeder eine öffentliche Stimme haben kann, sondern auch dazu, dass Banalitäten über Empörungsspiralen zu Shitstorms aufgeblasen werden, angefeuert von Trollen, die sich über solche Eskalationen freuen wie damals die kleine Mai, wenn dem Bruder der Frosch ins Gesicht sprang. Die aktuelle Debattenkultur scheint hoch strapaziert, es dominiert Schwarz-Weiß, viele Fronten sind verhärtet. Differenzierte Diskussionen sind oft kaum möglich, geschweige denn ein Konsens.

Doch zu einem Konsens zu gelangen, ist leichter gesagt als getan. Selbst Greta Thunbergs Spruch »Unite behind the Science« wirkt nach Corona irgendwie komplizierter als vorher. Für Greta war es das Mindeste, das man verlangen kann – sich hinter den Fakten, hinter der Wissenschaft zu versammeln. Aber gibt es die Wissenschaft überhaupt? Und auf was können wir uns überhaupt einigen?

In diesem Buch will ich mich auf die Suche begeben, auf die Suche nach der kleinsten gemeinsamen Wirklichkeit. Ich will nicht nur herausfinden, worauf wir uns tatsächlich einigen können, sondern auch – und das ist eigentlich viel spannender –, wo die Fakten aufhören, wo Zahlen und wissenschaftliche Erkenntnisse noch fehlen und wir uns also völlig berechtigt gegenseitig persönliche Meinungen an den Kopf werfen dürfen. Nur wenn man bei einem Streit auf dem Fundament einer gemeinsamen Wirklichkeit steht, funktioniert Streit, funktioniert Debatte, ohne dass wir uns wie aufgezogene Frösche ins Gesicht springen müssen. Vielleicht macht Streiten so auch wieder Spaß.

Also – viel Spaß!“

Pressestimmen:

  • www.media-spider.com, 04/2021: „…“
  • Claus Kleber: „Eine großartige Anwältin von Fakten und Vernunft.“

Eigene Meinung / Beurteilung des Buches:

Fazit:


„Wissenschaft besteht aus Fakten
wie ein Haus aus Backsteinen,
aber eine Anhäufung von Fakten ist genauso wenig Wissenschaft
wie ein Stapel Backsteine ein Haus ist.“

Henri Poincaré (1854 – 1912),
französischer Mathematiker und Astronom.

Buchcover:

Die kleinste gemeinsame Wirklichkeit - Wahr, falsch, plausibel - die größten Streitfragen wissenschaftlich geprüft - von Dr. Mai Thi Nguyen-Kim ist erschienen bei der Verlagsgruppe Droemer Knaur GmbH & Co. KG

Die kleinste gemeinsame Wirklichkeit – Wahr, falsch, plausibel – die größten Streitfragen wissenschaftlich geprüft – von Dr. Mai Thi Nguyen-Kim ist erschienen bei der Verlagsgruppe Droemer Knaur GmbH & Co. KG


Verlag: Droemer HC; 1. Edition (1. März 2021).
Seitenanzahl: 368 Seiten.
Bindung: Gebundene Ausgabe.
ISBN-10: 3-426-27822-7.
ISBN-13: 9-783426-27822-2.
Preis: EUR 20,00.

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
Bitte erlaube Cookies, indem du auf Übernehmen im Banner klickst.

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
Bitte erlaube Cookies, indem du auf Übernehmen im Banner klickst.

Dieser Beitrag wurde unter Sachbücher abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.

Weitere interessante Fachartikel

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)
Loading...